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Samstag, 2008-02-16

Frenkel heiß auf Williams

In Nürnberg gegen Ex-Champion Arthur Williams

Neun der bisher 13 Gegner von Alexander Frenkel erlebten nicht einmal das Ende der vierten Runde. Deshalb zählt der 22-Jährige in Deutschland im Cruisergewicht nicht ohne Recht zu den ganz großen Hoffnungsträgern. Doch am 16. Februar steht dem Schützling von Trainer Ulli Wegner eine große Bewährungsprobe bevor - in der Arena Nürnberger Versicherung trifft er auf den früheren IBF-Weltmeister Arthur Williams aus den USA.

Alexander Frenkel: 13 Profikämpfe, 13 Siege - davon neun durch K.o.
Für Frenkel, den Ende des letzten Jahres Verletzungsprobleme plagten, ist die Aufgabe gegen den Ex-Champion auch eine Standortbestimmung. "Nach der längeren Kampfpause, die ich aufgrund einer Schleimbeutelentzündung an der Mittelhand einlegen musste, geht es sicherlich erst einmal darum, meinen Rhythmus zu finden und in den Kampf zu kommen", weiß der Cruisergewichtler mit den schnellen Händen.
"Arthur Williams ist ein Box-Urgestein", sagt er. "Die Liste seiner bisherigen Gegner liest sich mit Leuten wie Orlin Norris, Chris Byrd, Adolpho Washington, Imamu Mayfield, Vassili Jirov, Kelvin Davis, Rydell Booker, ONeil Bell, Vadim Tokarev und David Haye fast wie das Who is who der internationalen Boxsportszene. Deshalb kann ich im Vorfeld auch nicht genau sagen, was in Nürnberg auf mich zukommt", ergänzt Frenkel.

Alexander Frenkel bezwang im September Michael Alexander aus den USA
Zuletzt bezwang Williams im Juli letzten Jahres seinen Landsmann Kenny Keene in Boise, US-Bundesstaat Idaho, durch technischen K.o. in der zehnten Runde. "Das zeigt, dass man jeden Gegner sehr ernst nehmen muss - gerade dann, wenn jemand schon gegen so viele namhafte Kontrahenten im Ring stand. Denn eine Sache ist klar, an Erfahrung ist mir Arthur Williams mit seinen 43 Jahren bei weitem überlegen", fährt Alexander Frenkel fort.
Insgesamt weist die Bilanz des früheren IBF-Weltmeisters 42 Siege und ein Unentschieden aus 58 Profikämpfen aus. "Ich bin heiß auf diesen Kampf, gerade weil ich vorher länger pausiert habe. Die Aufgabe gegen Arthur Williams kann mich weiter nach vorne bringen. Sie wird mir helfen, noch mehr Erfahrung zu sammeln. Dazu muss ich seine Schwächen aufdecken und den Ring als Sieger verlassen", so Frenkel.

Will auch in Nürnberg siegen: Cruisergewichtler Alexander Frenkel (Fotos: SE)
Sollte der Schützling von Trainer Ulli Wegner auch am 16. Februar bestehen, wird ihm eine rosige Zukunft prophezeit. Frenkel selbst ist die Euphorie um seine Person trotz der 13 Siege aus 13 Profikämpfen und der erneuten TV-Präsenz in der ARD fast ein wenig unangenehm. "Die längere Pause hat mir gut getan. Sie hat mir geholfen, mich zu erholen, neue Energie zu tanken und den Kopf frei zu bekommen", erzählt er.
"Die Lust, im Ring zu stehen, ist dadurch größer als jemals zuvor. Doch gerade durch die Verletzungsprobleme im letzten Jahr ist mir auch klar geworden, dass es nur Sinn macht, von Kampf zu Kampf zu denken. Deshalb konzentriere ich mich nicht auf das, was vielleicht später an großen Kämpfen kommen könnte. Ich beschäftige mich zurzeit nur mit Arthur Williams. Denn ihn gilt es am 16. Februar zu besiegen", weiß Alexander Frenkel.