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Sonntag, 2008-03-09

Talk unterm Turm

Arthur Abraham und Ulli Wegner zu Gast in den Rathauspassagen

Am Mittwoch waren der 28-jährige IBF-Weltmeister Arthur Abraham und sein Trainer Ulli Wegner in den Rathauspassagen am Alexanderplatz in Berlin zu Gast, um mit Eurosport-Moderator Dirk Thiele zu talken. Die zahlreich erschienenen Zuschauer erfuhren dabei eine Menge über den Mittelgewichts-Champion und seinen Coach.

Dirk Thiele, Arthur Abraham und Ulli Wegner beim "Talk unterm Turm"
"Im Ring ist man ein anderer Mensch als außerhalb", erzählte King Arthur, "wenn man beim Boxen denkt, man ist schwach, hat man keine Chance, zu gewinnen. Deshalb muss man Stärke zeigen. Doch im Privatleben bin ich ein ganz anderer, netter Mensch." Für die Zukunft habe er große Pläne: "Erst einmal will ich am 29. März in Kiel Elvin Ayala schlagen, den Kampf danach möchte ich in den USA bestreiten."
Lange Zeit, um sich von seinen Fights auszuruhen, benötige er nicht. "Wenn ich alt bin, kann ich das immer noch tun. Jetzt kann ich etwas bewegen und muss darauf achten, auch Geld für die Zeit nach der aktiven Laufbahn zu verdienen", sagte er. Er halte sich eigentlich für diszipliniert. Doch das Training bei Ulli Wegner sei sehr hart. "Sven Ottke hat ihm nicht umsonst den Namen Diktator gegeben", flachste Abraham.

Ulli Wegner gilt bei seinen Schützlingen als "harter Hund" (Fotos: Schwarzer)
"Das stimmt nicht", entgegnete sein Coach, "die Jungs haben alle Mitspracherecht - doch ich bestimme." Die Entwicklung Abrahams erfülle ihn mit Stolz. "Als Arthur zum ersten Mal zu uns zum Training gekommen ist, habe ich zunächst nur sein Talent erkannt. Doch nach drei, vier Tagen sah ich, wie viele Reserven er noch hat", blickte Ulli Wegner auf die Anfänge seines Schützlings bei ihm zurück.
"Es ist ja wie ein Wunder, dass es jemand schafft, nach zweieinhalb Jahren Weltmeister zu werden und die Weltspitze danach regelrecht beherrscht", fuhr der Erfolgstrainer fort, "doch ich sage immer, Arthur ist jetzt erst bei 60 Prozent. Später will er die Titel der bedeutenden Boxweltverbände vereinen. Doch wir gehen Schritt für Schritt vor. Jetzt geht es erst einmal darum, am 29. März in Kiel zu bestehen."