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Montag, 2008-03-24

Castillejo kein Spaziergang

Sebastian Sylvester setzt auf die Unterstützung des Publikums

Das Interesse an der Boxsportgala am 12. April in Neubrandenburg ist riesengroß. Schon jetzt, einen Monat vor der Veranstaltung, sind über 2.500 der insgesamt 4.600 Eintrittskarten für die Boxsportgala im Jahnsportforum vergriffen. "In den teuersten Preiskategorien sind bereits alle Tickets ausverkauft", bestätigte Sauerland Event-Managerin Patricia Sattel am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in der Konzertkirche Neubrandenburg, "wir rechnen mit einem vollen Haus."

Sebastian Sylvester steigt am 12. April in Neubrandenburg in den Ring
Das liegt vor allem an Sebastian Sylvester. Der Europameister aus Greifswald bekommt bei seiner EM-Titelverteidigung den WBA-Weltranglistenzweiten Javier Castillejo (Spanien) vor die Fäuste, der im Juli 2006 den heutigen WBA-Weltmeister Felix Sturm durch technischen K.o. in der zehnten Runde bezwungen hatte. "Das wird kein Spaziergang", blickte der 27-jährige Deutsche voraus, "allerdings bin ich guter Dinge, dass wir die Sache gut über die Runden bringen."
Der Lokalmatador aus Mecklenburg-Vorpommern baut auf die Unterstützung der Zuschauer. "Im Laufe eines Kampfes hat man irgendwann einen Tiefpunkt. Wenn man dann hört, wie das Publikum den eigenen Namen schreit, baut das auf. Für mich ist es deshalb eine großartige Sache, in Neubrandenburg in den Ring zu steigen. Viele Fans werden kommen, um mich anzufeuern. Die Straßen in Greifswald sind an dem Abend sicherlich wie ausgestorben", fuhr Sylvester fort.

Hartmut Schröder, der Coach von Europameister Sebastian Sylvester
Sein Trainer warnt allerdings. "Die Chancen stehen 50 zu 50. Für Sebastian spricht die Jugend, für Castillejo die Erfahrung", so Hartmut Schröder. Dass bei einem Erfolg ein WM-Fight gegen Felix Sturm winke, daran denke man nicht. "Wir beschäftigen uns nur mit dem 12. April. Sebastian muss beweglich und schnell sein, damit er sich Castillejo vom Leib halten kann", glaubt der Trainer. "Und wenn Sebastian gewinnt, kann Sturm nicht mehr kneifen", ergänzte Manager Winfried Spiering.
Einen WM-Fight hinter sich hat Marco Huck. Doch sein Anlauf auf den Titel gegen IBF-Weltmeister Steve Cunningham war im Dezember letzten Jahres nicht von Erfolg gekrönt. Doch der Cruisergewichtler hat den Traum vom WM-Gürtel nicht abgeschrieben. "Ich trainiere jetzt viel härter. Ich spüre eine Entwicklung und hoffe, dass mich die Arbeit mit Trainer Manfred Wolke nach vorne bringt. Deshalb freue ich mich auf den Kampf in Neubrandenburg", erklärte der 23-Jährige.

Cruisergewichtler Marco Huck und sein neuer Trainer Manfred Wolke
"Seine Willensqualitäten sind herausragend. Darauf kann man aufbauen. Im Training nimmt Marco viele Sachen auf. Allerdings werden wir erst im Ring sehen, was er davon umsetzen kann. Der 12. April ist deshalb die erste wahre Prüfung", sagte Manfred Wolke. "Marco kommt aus guten Händen. Er hat viel Kraft, doch es gelingt ihm manchmal nicht, sie richtig einzusetzen. Er muss lernen, dass nicht jede Hand hart geschlagen werden muss. Das macht sich auch konditionell bemerkbar."
Das Publikum im Jahnsportforum darf sich noch auf ein weiteres Highlight freuen. Im Super-Mittelgewicht fordert Karo Murat den Europameister Cristian Sanavia (Italien) heraus. "Die ARD wird am 12. April live übertragen. Neubrandenburg hat allerdings die Chance, sich weit über die deutschen Grenzen hinaus zu präsentieren. Denn auch in vielen anderen Ländern werden die TV-Bilder an diesem Abend zu sehen sein", ergänzte Sauerland Sportdirektor Hagen Doering abschließend.

Sebastian Sylvester und Marco Huck nach der Pressekonferenz (Fotos: SE)