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Sonntag, 2004-01-04

Sieg für Grassmann

Riccardo Grassmann auf Erfolgskurs

Am 18. Dezember fand in Berlin eine Profiboxveranstaltung statt. Die wichtigsten Dinge spielten sich an diesem Abend allerdings außerhalb des Ringes ab. Nach über 70 Jahren wurde den Angehörigen des ehemaligen Boxers Johann Wilhelm Trollmann der Gürtel des Deutschen Meisters überreicht, der ihm im Juni 1933 nach einem Kampf gegen Adolf Witt zu Unrecht aberkannt worden war. Die Familie des Athleten zählte zu den assimilierten Sinti und Roma, die den Nationalsozialisten zu der Zeit ein Dorn im Auge waren. Sechs Tage nach dem Halbschwergewichtskampf bekam Trollmann vom damaligen Verband deutscher Faustkämpfer einen Brief, in dem es hieß, dass er nicht mehr der Titelträger sei. Knapp zehn Jahre später, am 9. Februar 1943, wurde der einstige Profiboxer im Konzentrationslager Neuengamme bei Hamburg erschossen.
Aber auch im Boxring gab es an diesem Abend vier Kampfpaarungen zu sehen. Der Halbschwergewichtler Riccardo Grassmann (27) traf auf den an Reichweite klar überlegenen Slowaken Stefan Stanko. Immer wieder attackierte der Berliner seinen Konkurrenten mit Treffern auf den Körper und schickte ihn im zweiten Durchgang gleich dreimal zu Boden. Danach brach Ringrichter Walfried Rollert das ungleich gewordene Ringgefecht nach 2 Minuten und 3 Sekunden der zweiten Runde zu Gunsten von Grassmann ab. In der gleichen Gewichtsklasse bezwang der in Kinshasa, Kongo, geborene und in Dänemark lebende Lolenga Mock seinen slowakischen Gegner Juraj Ondricka ebenfalls durch technischen K.o. in Runde zwei. Der Berliner Halbschwergewichtler Robert Rolle kam nach vier Runden zu einem Punktsieg gegen Marian Miko. Halb-Weltergewichtler Davis Kamara aus Spanien war gegen Miro Dicky ebenfalls nach Punkten erfolgreich.