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Sonntag, 2003-01-12

Jose Sulaiman kämpferisch

In einem Gespräch mit der Presse fordert Jose Sulaiman Gerechtigkeit

Am Dienstag stellte sich der Präsident des Boxweltverbandes WBC, Jose Sulaiman, während eines jährlich stattfindenden Zusammentreffens den Fragen von mehr als hundert mexikanischen Medienvertretern.
Dabei blickte er noch einmal auf die Geschehnisse des vergangenen Jahres zurück. Unter anderem fand hierbei die WBC- und IBF-Schwergewichts-WM im Juni letzten Jahres zwischen dem Briten Lennox Lewis und dem Amerikaner Mike Tyson Erwähnung. Hauptthema war natürlich erneut die Millionenklage des deutschen Boxprofis Graciano Rocchigiani.
Das WBC wurde im September des letzten Jahres von einem New Yorker Gericht zur Zahlung von etwa 31 Millionen US-Dollar verurteilt, weil der Verband im Jahre 1998 "Rocky" den WM-Titel im Halbschwergewicht vermeintlich ohne rechtliche Grundlage aberkannt hatte. In dem Gespräch mit den Journalisten zeigte sich der Präsident aber dennoch kämpferisch.
"Das World Boxing Council wird sich nicht, wie von vielen vorausgesetzt wurde, bankrott erklären. Dies wäre wie ein Verrat gegenüber dem Verband. In seinem über 40-jährigen Bestehen hat das WBC nie die 31 Millionen US-Dollar gesehen, die ein Richter dem deutschen Boxer Graciano Rocchigiani zugesprochen hat", erklärte Sulaiman.
"Ich werde meine ganzen Bemühungen darauf konzentrieren, dass das WBC fortbestehen wird, weil wir unserer Gewissenhaftigkeit sicher sind, und wir keinen Fehler gemacht haben. Ich habe immer noch den Glauben, dass am Ende Gerechtigkeit vorherrscht", fuhr der Funktionär fort.
Wie sich die Sache weiter entwickeln wird, ist immer noch fraglich. Graciano Rocchigiani bereitet sich unterdessen auf ein Comeback vor. Der mittlerweile 39-Jährige will in den nächsten Monaten gegen einen noch nicht benannten Gegner wieder in den Ring steigen. Ob er jedoch wirklich die zugesprochenen etwa 31 Millionen US-Dollar bekommt, bleibt weiterhin fraglich. Denn über ein Vermögen in dieser Höhe verfügt der Weltverband WBC nach eigenen Aussagen auf seinen Konten bei weitem nicht.