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Sonntag, 2003-10-05

Holyfield oder Toney?

James Toney sucht den Erfolg im Schwergewicht

Am Wochenende kommt es im Mandalay Bay Casino in Las Vegas, US-Bundesstaat Nevada, zu einem sehr interessanten Ringgefecht im Schwergewicht. Mit Evander Holyfield trifft der ehemals uneingeschränkte Weltmeister im Cruiser- und später im Schwergewicht auf James Toney, den amtierenden IBF-Champion in der Gewichtsklasse bis 86,183 Kilogramm und früheren Weltmeister der International Boxing Federation im Mittel- und Super-Mittelgewicht.
Was die Kontrahenten miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass beide Athleten in ihrer Laufbahn als Profiboxer schon zahlreiche Erfolge erlangt haben. Doch für James Toney könnte mit einem positiven Resultat tatsächlich noch eine Art Traum in Erfüllung gehen. Schon immer hatte er gehofft, später einmal als großer Schwergewichtler im Ring zu stehen. Sein erster Schritt dahin soll nun ein Sieg gegen den bereits 40-jährigen Amerikaner Evander Holyfield sein. Dieser glaubt immer noch daran, dass er noch einmal uneingeschränkter Weltmeister im Schwergewicht werden kann.
"Schon als ich im Mittelgewicht boxte, sparrte ich mit Schwergewichtlern. Das ist also überhaupt nicht neu für mich. Ich renne vor niemanden weg. Es wird eine blutige Nacht werden - für Holyfield. Es ist Zeit für ihn, schlafen zu gehen. Ich werde Holyfield definitiv ausknocken. Ich werde ihn an seinem großen Kinn treffen", erklärte der 35-jährige Schützling von Trainer Freddie Roach, James Toney, vor dem Aufeinandertreffen, das in der Nacht von Samstag auf Sonntag stattfindet.
"Mein ganzes Leben lang wollten mich Leute schlagen und zum Rücktritt zwingen. Sie haben gesagt, ich sei nicht gut oder ich sei zu klein. Aber das ist doch alles nur Gerede. Die wichtigste Sache für mich ist auch nicht mein Alter. Ich bin immer gut mit mir umgegangen. Ich werde im Ring stehen, so lange ich mich gut genug fühle, am oberen Level zu boxen. Und ich habe noch genug in mir", hielt Evander Holyfield den Ausführungen seines Kontrahenten auf der Pressekonferenz vor dem Ringgefecht entgegen.
Eine Voraussage, wer das Seilgeviert nach dem Fight als Sieger verlassen wird, scheint somit auch recht schwer. Holyfield hat mit 38 Erfolgen und zwei Unentschieden aus 46 Profifights zwar immer noch eine akzeptable Bilanz, von seinen letzten sieben Ringgefechten konnte er allerdings nur zwei für sich entscheiden (2 Siege, 3 Niederlagen, 2 Unentschieden). Sollte er seine größere Reichweite entsprechend ausspielen können, würde dies einen gewaltigen Vorteil für ihn bedeuten. Doch auch James Toney werden durchaus gute Chancen eingeräumt. Er siegte in 72 Profikämpfen beeindruckende 66-mal und erboxte zweimal ein Remis. Seit seiner Niederlage im Mai 1997 gegen Drake Thadzi hat er keinen Fight mehr verloren.