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Donnerstag, 2009-09-17

Zweiter Profifight für Lukas Schulz

Lukas Schulz steigt am 19. September wieder in den Ring (Fotos: SE)

Hamburger steigt im Jahnsportforum Neubrandenburg wieder in den Ring

Das Publikum darf sich am 19. September in Neubrandenburg auch auf den Einsatz von Lukas Schulz freuen. Der 28-jährige Cruisergewichtler, der am 29. August mit einem technischen K.o.-Sieg in der zweiten Runde gegen den Aachener Dirk Mandelartz in Halle (Westfalen) einen erfolgreichen Einstand bei den Profis feierte, wird im Jahnsportforum im Rahmen der IBF-WM im Mittelgewicht zwischen Sebastian Sylvester und Giovanni Lorenzo gegen den Berliner Silvio Meinel (14 Profikämpfe; elf Siege, davon 4 durch K.o., ein Unentschieden) in den Ring steigen.

Schulz fing bereits im Alter von 13 Jahren mit dem Boxen an. "Eigentlich war ich auch gar nicht so schlecht. Doch ich hatte ein Problem, meine Eltern wollten überhaupt nicht, dass ich boxe." So kam es, dass er seine Wettkämpfe heimlich bestritt. "Ich habe zu Hause erzählt, dass ich bei einem Freund übernachte. Und dann ging es in den Ring. Wenn ich mich dann fürs Finale am kommenden Tag qualifizierte, wurde noch eine Nacht bei Freunden drangehängt."

 

Später musste Lukas Schulz dann doch eine Pause vom Faustkampf einlegen. "Wir zogen aus Hamburg weg. Damit war es erst einmal mit dem Boxen vorbei. Doch als ich 18 Jahre wurde, war für mich klar, ich gehe sofort nach Hamburg zurück und boxe!" Insgesamt bestritt der Kämpfer vom BSV 19 exakt 96 Amateurkämpfe. Davon gewann er 74. Dreimal erreichte er ein Unentschieden. 2008 gelang ihm der ganz große Coup: In Straubing wurde er Deutscher Meister im Schwergewicht. 

In den letzten Monaten reifte dann die Entscheidung, zu den Profis zu wechseln. Für viele überraschend: Der 28-Jährige entschied sich nicht dafür, vor der eigenen Haustür in Hamburg zu boxen, sondern er steigt für das Berliner Sauerland-Team in den Ring. "Der inzwischen verstorbene Schauspieler Gerhard Hartig, der für mich wie ein Großvater war und mich viele Jahre förderte, sagte immer zu mir, ich solle zu Wilfried Sauerland gehen", so Schulz.

 

"Mir waren seine Meinung und sein Rat immer sehr wichtig. Deshalb habe ich mich an das gehalten, was er mir vor seinem Tod mit auf den Weg gegeben hat." Als Trainer entschied er sich für Karsten Röwer. "Er ist ein Fachmann, der die Psyche der Sportler erreicht. Deshalb war für mich klar, dass ich bei ihm trainieren werde. Ich habe riesigen Spaß am Boxen. Da wird alles gefordert: Reaktionsvermögen, Schnelligkeit, Kondition, Schlagkraft, Athletik, Erfahrung, Technik, Taktik und Psychologie."