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23.03.2017
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Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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Samstag, 2004-08-28

Zweimal Bronze in Athen

Athen 2004: Rustam Rahimow und Witali Tajbert verlieren im Box-Halbfinale.

Fliegengewichtler Rustam Rahimow und Federgewichtler Witali Tajbert haben den Einzug ins Boxfinale von Athen verfehlt und müssen ihren Traum vom olympischen Gold begraben.
Der WM-Dritte Rahimow verlor sein Halbfinale gegen den Kubaner Yuriorkis Gamboa Toledano klar mit 11:20 Treffern. Der Schützling von Trainer Valentin Silaghi musste in einem taktisch geprägten Kampf von Beginn an gegen einen Rückstand ankämpfen und konnte in der Offensive kaum Akzente setzen. "Ich bin enttäuscht, ich hatte mich vorn gesehen. Aber ich danke Gott, dass ich nicht mit leeren Händen nach Hause komme.", sagte Rahimov angesichts seiner gewonnenen Bronzemedaille.
Mehr war auch für Europa- und Vizeweltmeister Tajbert nicht zu holen. Er verlor im Halbfinale gegen den Nordkoreaner Song Guk Kim mit 24:29-Treffern. Der 22 Jahre alte Sportsoldat fand gegen den in der Reichweite überlegenden Nordkoreaner kein geeignetes Mittel. Nach der zweiten Runde lag er in Führung, jedoch glich Kim in der dritten Runde aus und hatte Mitte der letzten Runde die Vorentscheidung erzwungen. «Vitali war zwar der vielseitigere und flüssigere Boxer, aber der Koreaner hat seine Stärken in der Reichweite wie befürchtet besser zur Geltung gebracht. Das Urteil ging in Ordnung», sagte Chef-Bundestrainer Helmut Ranze.
Superschwergewichtler Sebastian Köber aus Frankfurt/Oder und Mittelgewichtler Lukas Wilaschek aus Leverkusen waren bereits in den Vorrunden ausgeschieden.
Damit sind die deutschen Hoffnungen auf das erste olympische Box-Gold seit zwölf Jahren geplatzt. Auch diesmal werden die deutschen Boxer bei den Endkämpfen in Athen Zuschauer bleiben: " Das ist bedauerlich. Ich hätte schon gedacht, dass mindestens einer der beiden bis in die Endkämpfe vordringen könnte», sagte Verbandspräsident Paul Forschbach.
Trotz der bitteren Niederlagen zog Bundestrainer Ranze ein versöhnliches Fazit: "Insgesamt ist das Ergebnis positiv. Wir fangen alle vier Jahre mit einem Kindergarten an. Daraus haben wir immerhin zwei Medaillengewinner gemacht. Das war schwer genug. Nur das i-Tüpfelchen fehlt leider", bekannte er.
Der letzter Box-Finalist aus Deutschland war 1996 bei den olympischen Spielen in Atlanta Halbweltergewichtler Oktay Urkal aus Berlin. Der letzte Goldmedaillengewinner war Federgewichtler Andreas Tews aus Schwerin 1992 in Barcelona.