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Samstag, 2017-03-18

Zeuge im Interview

Tyron Zeuge

Zeuge geht optimistisch in seine erste Titelverteidigung (Foto: SE)

Mit Trainingseifer und Lockerheit soll in Potsdam Sieg über Ekpo her!

Premiere für Tyron Zeuge! Am 25. März (live ab 22.50 Uhr in SAT.1) verteidigt der Super-Mittelgewichtler aus Berlin erstmals die Weltmeisterschaft nach Version der WBA. Wieso in der MBS Arena Potsdam dann alle guten Dinge Drei sein werden, weshalb er Jürgen Brähmer als Trainer so sehr schätzt und welche lange Durststrecke bei einem Sieg über "K.o.-Granate" Isaac Ekpo ein Ende finden wird, das verrät der 24-Jährige hier im Interview.

Tyron Zeuge, hat sich mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft irgendetwas in Ihrem Leben verändert?

Tyron Zeuge: Nicht wirklich. Ich bin immer noch der Junge aus Neukölln. Klar, ab und zu kommt mal jemand auf mich zu und fragt nach einem Autogramm, aber ansonsten führe ich weiterhin ein ganz ruhiges Leben, wofür ich sehr dankbar bin.

Groupies und fanatische Fans wären scheinbar nicht so Ihr Ding?

Tyron Zeuge: Na klar freue ich mich, wenn jemand meine Leistung respektiert oder sogar zu mir aufschaut. Wenn man aber anfängt an mir zu ziehen, bin ich ganz schnell weg. Ich bin einfach nicht der Typ Mensch, der gern im Mittelpunkt steht - es reicht schon, wenn ich das bei meinen Kämpfen tue ...

... was zuletzt ja meist in Potsdam der Fall war. Freuen Sie sich, dort zum ersten Mal Ihren WM-Titel zu verteidigen?

Tyron Zeuge: In der MBS Arena stand vor fast einem Jahr erstmals Jürgen Brähmer in meiner Ecke. Mit ihm bin ich im November an gleicher Stelle Weltmeister geworden. Die Halle ist quasi so etwas wie mein Glücksbringer - hier kann ich einfach nicht verlieren. Außerdem liegt meine Heimatstadt Berlin direkt um die Ecke. So können mir viele Freunde und Bekannte live am Ring die Daumen drücken.

Jürgen Brähmer sagt, dass Sie in Sachen Grundfitness einen großen Sprung nach vorn gemacht haben, seitdem Sie zusammenarbeiten. In welchen Punkten hat sich denn Ihr Trainer weiterentwickelt?

Tyron Zeuge: Ich glaube, dass auch der Coach mit jedem Kampf dazulernt und an Erfahrung gewinnt. Das ist bei Jürgen nicht anders. Dazu steckt er sein ganzes Herzblut in den Sport, baut jetzt sogar eine eigene Trainingsstätte in Schwerin. Er beobachtet auch andere Trainer, schaut sich bei jedem etwas ab und stellt mich extrem gut ein. Ich kann mir keinen Besseren an meiner Seite vorstellen.

Was ist eigentlich härter: die Vorbereitung oder der eigentliche Wettkampf?

Tyron Zeuge: Das ist schwer zu sagen. Die Vorbereitung ist für mich zu einem Großteil reine Kopfsache. Den inneren Schweinehund zu überwinden ist dabei das Schwerste. Natürlich habe ich da schon einmal Tage, wo ich durchhänge - da geht es mir wie jedem normalen Menschen, der ab und an keinen Bock auf seine Arbeit hat. Doch ich habe gelernt, in solchen Momenten auf die Zähne zu beißen.

Der Erfolg gibt Ihnen schließlich Recht. Trotzdem mahnt Trainer Brähmer eine gewisse Lässigkeit an und meint, dass Sie Ihr Potenzial noch mehr ausschöpfen könnten. Was sagen Sie dazu?

Tyron Zeuge: Ich muss mir einfach diese Lockerheit bewahren - das liegt in meiner Natur. Ich glaube, Jürgen will damit sagen, dass ich dabei noch mehr die richtige Balance finden muss. Definitiv ist Spaß im Training nicht verboten, sondern sogar erwünscht - ansonsten hätte ich auch keine Lust auf den Sport und würde die Handschuhe an den Nagel hängen.

Auf jeden Fall macht ja das Siegen Spaß - auf was freuen Sie sich denn nach einem Erfolg über Ekpo am meisten?

Tyron Zeuge: Neben der obligatorischen Currywurst in Neukölln kann ich meinen erste Urlaubsreise seit über fünf Jahren kaum abwarten. Gemeinsam mit meiner Freundin zusammen die Sonne genießen - das wird meine ganz große WM-Belohnung!

Eintrittskarten für die Box-Nacht in der MBS Arena Potsdam sind im Internet bei www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.