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Freitag, 2002-05-17

Woods bangt um WM-Kampf

Clinton Woods bangt weiter um den Kampf gegen Roy Jones

Gerade 12 Tage ist die Meldung alt, dass sich Roy Jones entschieden hat, gegen den offiziellen WBC-Herausforderer Clinton Woods aus Großbritannien anzutreten, da scheint diese Nachricht schon wieder ungewiss. In einem Interview gab sich der 30-jährige Brite jedenfalls sehr skeptisch, was das Stattfinden eines Kampfes gegen Joy Jones angeht. Er bemerkte, dass vorher noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen seien. Der Weltmeister im Halbschwergewicht der Verbände IBF, WBA und WBC Roy Jones hatte den Kampf bekannt gegeben, nachdem ihm der Fernsehsender HBO Anfang Mai eine Frist gesetzt hatte, seinen nächsten Gegner zu benennen.
Der in Sheffield lebende Woods hatte sich die Position des offiziellen Herausforderers durch einen Punktsieg gegen Yawe Davis aus Uganda im vergangenen September gesichert und wartet seither auf seine Titelchance. Mittlerweile hat der Brite 32 Siege aus 33 Kämpfen in seinem Kampfrekord zu Buche stehen. Er wird in den Ranglisten der WBC und WBO auf Position eins geführt und steht beim Weltverband WBA an Position drei.
Der Sportverantwortliche beim Bezahlsender HBO, Ross Greenburg, machte im Vorfeld der Bekanntgabe aber keinen Hehl daraus, dass er von einem Kampf gegen Woods nichts halte. "Wir hoffen, es wird nicht Woods, aber Roy scheint weniger Geld in Kauf zu nehmen, um sich einen risikofreien Kampf zu sichern und um weiter die Clinton Woods dieser Welt zu boxen, aber dies wird ihm nichts für seine Reputation einbringen", äußerte sich Greenburg eher gegen einen Fight Jones vs. Woods. Weiter hieß es aus dem Hause des TV-Senders, dass der geplante Termin am 13. Juli nicht für HBO in Frage käme.
Gerade wegen der zwischen beiden Lagern geschlossenen Verträge hofft der Brite aber darauf, dass der Kampf stattfinden wird. Auf die Frage, ob er sich nicht auch vorstellen könne, zuerst gegen Dariusz Michalczewski um die WBO-Krone zu boxen, antwortete der Engländer: "Nein, ich habe geduldig gewartet und würde lieber gegen Roy Jones antreten. Der WBC-Titel ist einfach bedeutender. Sollte ich aber den WBC-Titel gewonnen haben, würde ich gerne gegen Dariusz Michalczewski in einem Vereinigungskampf antreten."
Trotz einer Summe von 100.000 US-Dollar, die Woods von Jones erhalten würde, falls er weiter auf die Pflichtverteidigung warten müsste, ist der Brite doch sehr frustriert, dass er so lange auf den Kampf warten muss. "Seit meinem Sieg gegen Davis warte ich nun auf diesen Titelkampf. Ich hätte auch die Chance, um die WBO-Krone zu kämpfen, doch der WBC-Titel ist für mich wertvoller. Ich habe mir dieses Ziel durch meine harte Arbeit erkämpft und war mir nicht zu schade, um den Britischen Titel, die Commonwealth-Meisterschaft und den Europameistertitel zu boxen. Damit und mit dem Kampf gegen Davis habe ich mir diese Chance verdient."
Auf seine Chancen gegen Jones angesprochen antwortete Woods: "Ich kenne meine Fähigkeiten und glaube, dass ich ihn nach Punkten über 12 Runden schlagen kann. Ich habe mich im Laufe meiner Karriere vielen Herausforderungen gegenübergestellt und ich werde jeden Tag stärker. Ich würde ihn über den gesamten Kampf attackieren und unter Druck setzten", sagte der englische Boxprofi. Nun dürfen die Boxsportfans also weiter gespannt sein, ob es bei dem Kampf des Amerikaners Roy Jones gegen Clinton Woods bleibt und wie sich der Herausforderer dann gegen den in 47 Profikämpfen erst einmal besiegten Schützling von Trainer Alton Merkerson schlagen wird.