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Wolke verurteilt Comeback
Enttäuscht und entsetzt hat Manfred Wolke auf die Rückkehr von Axel Schulz reagiert. Als "beschämend" bezeichnete er den peinlichen Comeback-Versuch seines ehemaligen Schützlings, der in Halle/Westfalen von dem unbekannten Amerikaner Brian Minto in sechs Runden windelweich geprügelt wurde.
"Was er dem Boxen angetan hat, kann er nicht mehr gutmachen", schrieb Wolke in einem Kommentar in der Tageszeitung Die Welt. "Das ist ein Tiefschlag gegen meine Sportart. Er hat das Publikum betrogen und belogen. Er hat den Boxsport vergewaltigt."
Manfred Wolke fand das Comeback seines ehemaligen Schützlings "beschämend"
In derart miserabler Verfassung hätte Wolke Schulz, den er von 1989 bis 1999 betreute, niemals in den Ring gelassen. "Das war doch nicht der Axel, den ich jahrelang trainiert habe. Es ist erschreckend, wie tief ein Mensch sinken kann. Irgendwann war Axel ja mal ein ordentlicher Sportler..."
Die Rückkehr in den Ring nach sieben Jahre Pause nahm für Axel Schulz kein gutes Ende.
Doch Schulz habe auf falsche Ratschläge gehört und sei mental nicht auf der Höhe gewesen. Schon beim ersten Anblick war Wolke klar, dass die Rückkehr in den Ring in einem Desaster enden würde. "Sein Gesicht, seine Körperhaltung, alles sah beschämend aus. Dabei haben mir viele weismachen wollen, Axel ist stärker denn je, er ist in der Form seines Lebens, er sieht gut aus. Das waren allerdings nur diejenigen, die an ihm dranhingen."
Das Debakel gegen Minto sei deutlich schwerer zu verarbeiten als seine bis dato letzte Niederlage gegen Wladimir Klitschko. "Es war immer so, dass im Ring jede Schwäche erbarmungslos bestraft wird", so der ehemalige Olympiasieger. "Eine Lektion, die Axel längst gelernt haben müsste. Diese Niederlage wird viel schwieriger zu verarbeiten sein als die gegen Klitschko. Dafür wünsche ich ihm alles Gute."









