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Dienstag, 2002-07-23

WM: Ruiz nur Außenseiter

Bei der Weltmeisterschaft im Schwergewicht der WBA boxt der Champion in seiner gewohnten Rolle

Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit laufen die Vorbereitungen der nächsten Weltmeisterschaft im Schwergewicht auf Hochtouren. Am 27. Juli boxt WBA-Champ John Ruiz aus den USA in Las Vegas gegen Kirk Johnson aus Kanada. Bei den Wettbüros wird der kanadische Herausforderer als Favorit gehandelt.
"An dem Tag, an dem ich Favorit werde, werde ich wahrscheinlich aufhören. Es ist immer das gleiche", sagte Ruiz bezüglich seiner Außenseiterrolle auf einer Pressekonferenz am Dienstag und, "es motiviert mich, denn Leuten zu zeigen, dass sie mich falsch einschätzten, und genau das werde ich tun."
Die Rolle des vermeintlich Unterlegenen konnte Ruiz in seinen letzten drei Kämpfen gegen keinen geringeren als Evander Holyfield ausgiebig einstudieren. Aufgrund regelmäßiger Unstimmigkeiten beim Ergebnis der Punktrichter bei den Aufeinandertreffen der beiden musste zweimal eine Neuauflage vom sanktionierenden Verband WBA angesetzt werden.
Fast schien es schon so, als ob der 30 Jahre alte Ruiz in seiner Karriere keinen anderen Gegner mehr vor die Fäuste bekommen sollte, als den mittlerweile 39-jährigen "Commander Evander". Holyfield gewann den ersten Fight im August 2000 knapp nach Punkten, beim zweiten Mal im März 2001 hatte Ruiz die Nase bei den Punktrichtern vorn und im Dezember des vergangenen Jahres konnte er durch ein Unentschieden seinen WM-Gürtel behalten. Holyfield monierte ein Fehlurteil und wollte einen vierten Kampf, notfalls sogar vor Gericht erstreiten, doch die WBA lehnte ab.
"Gegen Holyfield waren es drei große Kämpfe und jetzt freue ich mich einfach darauf, in meiner Karriere weiter zu kommen. Dies ist die Chance, es zu tun. Kirk Johnson ist ein harter Bursche, aber ich bin bereit", sagte Ruiz an dessen Seite sein Promoter Don King bei der Pressekonferenz saß.
Zu den Wettquoten äußerte sich auch Johnson: "Ich war viele Male der Außenseiter und das jetzt zeigt nur den Respekt, den sie vor mir haben. Aber die Wetten zeigen nur eine Meinung. Wenn du in den Ring steigst gibt es keinen Champion, keinen Favoriten mehr", sagte der 30-jährige Johnson.
Richtig freuen über die Wettquoten wollte sich nur der Manager von Ruiz, Norman Stone, der auf seinen Athleten eine ganze Stange Geld setzen möchte. "Ich werde viel Geld mit diesem Kampf verdienen, also bitte ändert nicht mehr die Wettquoten. Falls irgendjemand sein Haus auf Johnson verwettet, dann sollte er noch genug Geld haben, im nächsten Monat eine Wohnung zu mieten", gab sich Stone siegessicher.
Am 27. Juli wird im Mandalay Bay Event Center in der Spielerstadt Las Vegas entschieden, ob Johnson der Favoritenrolle gerecht wird, Norman Stone sich verzockt hat und womöglich selber eine Mietwohnung suchen muss.