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Sonntag, 2009-08-02

Witter unterliegt Alexander

Junior Witter unterlag Devon Alexander (Foto: Tom Casino / Showtime)

Ex-Weltmeister kassiert in den USA eine Niederlage

Junior Witter ist bei dem Versuch, wieder WBC-Weltmeister im Halbweltergewicht zu werden, gescheitert. Der 35-jährige Brite unterlag am Samstagabend dem Amerikaner Devon Alexander im Kampf um den vakanten Titel durch technischen K.o. in der achten Runde. Letztendlich waren es Schmerzen am linken Ellenbogen, die in der Pause zum neunten Durchgang für die Aufgabe des Ex-Champions sorgten. 

Doch auch schon zuvor kam der in Sheffield lebende Witter im Agua Caliente Casino in Rancho Mirage, US-Bundesstaat Kalifornien, nicht so zum Zug, wie er sich das vermutlich vorgenommen hatte. Der 22-jährige Alexander dominierte das Geschehen im Ring über weite Strecken mit seiner Führhand und wirkte aggressiver. In der fünften Runde brachte der Amerikaner eine harte linke Gerade ins Ziel, die seinen Widersacher an den Ringseilen kräftig durchrüttelte. 

Witter versuchte mehrfach, die Auslage zu wechseln. Doch auch das störte den Rhythmus seines Gegners nicht. Der in der Rechtsauslage agierende Alexander erkämpfte sich somit auf den Wertungszetteln der Punktrichter einen komfortablen Vorsprung. Nach dem Ende der achten Runde gab Witter auf. "Die Schmerzen zogen sich ab der vierten Runde von der Hand bis zum Ellenbogen hin. Deshalb versuchte ich, mit der Rechten zu boxen. Doch es ging nicht mehr", erklärte er hinterher. 

Damit trat Devon Alexander die Nachfolge von Timothy Bradley (25) an, der den WBC-Titel zuvor niedergelegt hatte. Der frühere WBC-Champion stand ebenfalls im Agua Caliente Casino in Rancho Mirage im Ring. Dabei trat der Amerikaner im gleichen Gewichtslimit zur Titelverteidigung des WBO-Gürtels an und bezwang seinen 37-jährigen Landsmann Nate Campbell durch technischen K.o. in der dritten Runde. Das Ende des Kampfes sorgte jedoch für Diskussionen.

Campbell erlitt im dritten Durchgang eine Cutverletzung über dem linken Auge. Nachdem die Runde beendet war, signalisierte der frühere Leichtgewichts-Champion, dass er aufgrund der starken Blutung nicht mehr richtig sehen könne und er den Fight nicht fortsetzen wolle. Ringrichter David Mendoza, der einen Treffer und keinen unabsichtlichen Kopfstoß als Ursache für den Cut sah, brach den Kampf daraufhin ab und erklärte Timothy Bradley zum Sieger durch technischen K.o. 

Das brachte Campbell allerdings auf die Palme. "Ein Cut wie dieser entsteht durch einen Kopfstoß", monierte er. "Es war kein Schlag!" Sollte er mit seiner Ansicht richtig liegen und die TV-Bilder seine Aussage bei einem Einspruch gegen das Urteil bestätigen, kann er darauf hoffen, dass der Kampfausgang im Nachhinein noch geändert wird. Denn das offizielle Urteil müsste im Falle eines unabsichtlichen Kopfstoßes laut Regelwerk in ein "ohne Wertung" umgewandelt werden.