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Montag, 2002-12-09

Williams bezwingt Samuel

Nach dem umstrittenen technischen Unentschieden im Juni behält der Brite den IBO-Titel

Im Brentwood Leisure Centre von Essex, England, ging es am Samstag um den Halb-Mittelgewichtstitel beim unbedeutenden Weltverband IBO. Hierbei standen sich der Brite Richard Williams und sein Herausforderer Paul Samuels aus Wales gegenüber. Dieses Aufeinandertreffen gab es schon einmal am 29. Juni des Jahres. Nach einem unabsichtlichen Zusammenstoß der Köpfe beider Athleten wurde der Kampf damals an gleicher Austragungsstätte mit einem technischen Unentschieden gewertet. Williams, der dabei einen schweren Cut erlitt, hatte aber seinen IBO-Gürtel durch dieses Remis behalten.
Deshalb war der Titelverteidiger natürlich am Samstag besonders motiviert und wollte zeigen, dass er zu Recht den Halb-Mittelgewichtstitel der IBO trägt. Samuels hingegen wirkte im Verlauf des Ringgefechtes ein wenig zurückhaltend. Dies nutze der 31-jährige Engländer immer wieder aus und platzierte in den ersten Runden seine gefährlichen Haken. Ab der fünften Runde kam der 29-jährige Waliser allerdings auf und brachte seine Rechte häufiger ins Ziel.
Im siebten Durchgang beeindruckte Williams erneut mit einem schweren linken Haken. In Runde zehn war es dann aber ausgerechnet der rechte Haken, der den Herausforderer aus Newport zu Boden schickte. Obwohl sich der angezählte Samuels noch einmal aufrappelte, beendete Ringrichter John Coyle den Kampf nach 2 Minuten und 59 Sekunden durch technischen K.o. zu Gunsten des alten und neuen Champions.
Damit steht der Kampfrekord von Richard Williams jetzt bei 16 Siegen, einer Niederlage und einem Unentschieden. "Hand aufs Herz, wenn ich nicht unbedingt muss, habe ich keine Eile, noch einmal gegen ihn zu boxen", sagte der 31-jährige IBO-Champion lobend über seinen Kontrahenten Samuels nach dem Fight. Dieser hat jetzt ebenfalls 16 Siege auf seinem Konto, dem stehen allerdings zwei Niederlagen und zwei Unentschieden gegenüber.
In einem weiteren WM-Kampf des Abends standen sich bei dem ebenfalls nicht so bedeutenden Weltverband WBU im Leichtgewicht Titelverteidiger Colin Dunne und der Herausforderer aus Liverpool David Burke gegenüber. Dunne verlor seinen Titel und Burke siegte am Ende umstritten mit 2:1 Punktrichterstimmen.
In einem dramatischen Fight zeigten dabei beide Kontrahenten gute Leistungen. Bereits in der ersten Runde traf der Herausforderer den Titelverteidiger schwer, so dass ein vorzeitiges Ende drohte. Doch Ringrichter Dave Parris ließ das Aufeinandertreffen weiterlaufen und sah Dunne ab der fünften Runde stärker aufkommen. Nach einem harten Wirkungstreffer musste sein 27-jähriger Kontrahent einen Cut am rechten Auge hinnehmen. In den letzten vier Runden drehte der Herausforderer aber noch einmal auf und lag am Ende auf den Wertungszetteln der Punktrichter zweimal mit 114:113 äußerst knapp vorne. Einer der Wertungsrichter hatte den Titelverteidiger mit 114:113 Punkten als Sieger gesehen.
Für den neuen WBU-Weltmeister im Leichtgewicht David Burke war es der 22. Sieg im 23. Profifight. Seine bisher einzige Niederlage musste der Engländer im Mai 1999 gegen Marian Leondraliu aus Rumänien hinnehmen. Der ehemalige Champion der WBU Colin Dunne kassierte seine zweite Niederlage. 38 Siege stehen allerdings auf der Habenseite des 32-jährigen Briten.