Deutsch English
08.12.2016
Top-Thema

Kölling vs. Liebenberg II

Berliner bittet Südafrikaner am 4. Februar zum Rematch in Südafrika!

Perfekte K.o.-Nacht!

Feigenbutz, Bauer und Pulev feiern klare Siege am Samstag!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Sonntag, 2009-08-30

Weltmeister!

Fotos: SE und Mausolf

Käpt´n Huck entthront Ramirez

Er hat es geschafft: Marco Huck ist Weltmeister im Cruisergewicht! In einer wahren Ringschlacht besiegte der 24-Jährige den kampfstarken WBO-Champion Victor Emilio Ramirez. Vor 4.600 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Gerry Weber Stadion lag der Lokalmatador nach zwölf packenden Runden mit 116-111, 116-111 und 115-112 vorne. „Ich kann es noch gar nicht fassen“, jubelte Käpt´n Huck im Ring. „Das war ein harter Kampf. Ich habe noch nie gegen jemanden geboxt, der so hart schlagen kann. Aber ich habe mich an die Vorgaben von Herrn Wegner gehalten. Ich bin unendlich glücklich.“

Von der ersten Sekunde an schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts. Ramirez stürmte unermüdlich nach vorne, doch Huck verteidigte gut. Geschickt fing er die Attacken seines Gegners ab. Jubel brandete auf, als er in der ersten Runde eine krachende Rechte setzte. Auch in der Folge ein ähnliches Bild: Statt sich auf einen offenen Schlagabtausch mit dem Argentinier einzulassen, zog er sich geschickt aus der Affäre und konterte abermals zu Körper und Kopf. „Ich muss Marco ein riesiges Lob aussprechen“, freute sich Ulli Wegner. „Er hat in den letzten beiden Jahren viel gelernt und heute gezeigt, was in ihm steckt. Er hat sich an alles gehalten, was wir besprochen haben. Er sollte nicht mit Ramirez mitschlagen, denn wir wussten, dass man ihn nicht niederringen kann. Marco hat wirklich clever geboxt. Kompliment.“

Es war ein Duell auf Biegen und Brechen. Sinnbildlich die fünfte Runde. Erst drängte Ramirez Huck in die Ecke und traf, dann drehte der Bielefelder den Spieß um und landete eine harte Hakenserie, was die Zuschauer von ihren Sitzen riss. Im letzten Kampfdrittel drehte der Deutsche dann noch einmal so richtig auf, setzte klare Körper- und Kopftreffer gegen den weiter nach vorne drängenden Ramirez. „Es war ein harter Kampf“, sagte der Trainer des Ex-Champions, Carlos Martinetti. „Victor hat einfach in den entscheidenden Momenten die notwendige Erfahrung gefehlt. Er ist ja auch noch sehr jung.“

Nicht einmal ein Punktabzug in der 11. Runde wegen Tiefschlags konnte den eindeutigen Erfolg noch gefährden. In der zwölften Runde begeisterte Huck seine Fans noch einmal mit einem furiosen Finish. „Marco hat unglaubliches Potenzial“, lobte Manager Wilfried Sauerland hinterher. „Wir freuen uns sehr, einen weiteren Weltmeister in unserem Team zu haben. Ich muss Ulli Wegner ein großes Kompliment aussprechen. Wie er Marco auf diesen harten Gegner eingestellt hat, das war toll. Und Marco hat die taktische Linie konsequent durchgezogen. Als Weltmeister wird er uns noch sehr viel Freude bereiten.“