Deutsch English
23.05.2017
Top-Thema

Zeuge auf Abrahams Spuren:

WM-Kampf in Wetzlar gegen Paul Smith!

Auf dem Weg zur WM:

Feigenbutz will sich von Nemesapati nicht aufhalten lassen!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Samstag, 2007-07-28

Wegner-Schützlinge siegen

Vorzeitige Erfolge für Frank Shabani, Alexander Abraham, Dominik Britsch und Alexander Frenkel

Für Erfolgscoach Ulli Wegner nahm der Samstagabend einen erfolgreichen Verlauf. Vier seiner Schützlinge hatte der Trainer bei der fünften Fight-Night in Hattersheim-Eddersheim in den Ring geschickt - viermal gab es Grund zum Jubeln. Bei der mit 1.500 Zuschauern restlos ausverkauften Boxnacht hatten es Frank Shabani, Alexander Abraham, Dominik Britsch und Alexander Frenkel offenbar besonders eilig, denn alle vier verbuchten vorzeitige Siege für sich.

Ulli Wegner konnte mit den Leistungen seiner Schützlinge zufrieden sein
Den Auftakt machte Halb-Mittelgewichtler Dominik Britsch aus Neckarsulm. Gegen Paolo Cardinale bestimmte der 19-Jährige von Beginn an das Geschehen im Ring. Doch immer wieder versuchte sein Kontrahent, die schnellen Angriffe des Deutschen durch Klammern und Halten zu unterbinden. Im Laufe des Aufeinandertreffens musste der Italiener zwar mehrfach zu Boden, doch Ringrichter Uwe Lorch wertete die Aktionen nicht als Niederschläge, da sie jeweils aus dem Gerangel heraus entstanden waren. In der dritten Runde nahm der Referee den einige Male schwer getroffenen Cardinale aus dem Kampf und beendete damit das inzwischen ungleiche Ringgefecht nach zwei Minuten und zwölf Sekunden. "Cardinale hat von Anfang an nur ums Überleben gekämpft, war durch das viele Klammern ein unangenehmer Gegner", zog Britsch nach seinen technischen K.o.-Erfolg Resümee.

Siebter Sieg im siebten Profikampf für den 19-jährigen Dominik Britsch
Grund zur Freude gab es auch für Frank Shabani. Der Berliner hatte bereits im Vorfeld des Fights gegen Mario Katic angekündigt, dass er zukünftig noch aggressiver boxen wolle. Gegen seinen beweglichen Konkurrenten aus Kroatien ging diese Strategie von Beginn an auf. Schon im ersten Durchgang übte der 25-Jährige großen Druck aus und kam schließlich mit einem linken Haken zum Kopf zu einem Niederschlag. Katic wurde vom Ringrichter angezählt, rettete sich jedoch in die Pause zur zweiten Runde. In dieser führte dann eine Links-Rechts-Kombination zum Knockout. "Ich bin locker in den Kampf gegangen und habe schnell meinen Rhythmus gefunden. Die Führhand kam gut und auch meine Schlagkombinationen trafen. Am Ende sprang ein vorzeitiger Sieg dabei heraus", freute sich Halb-Weltergewichtler Shabani über den siebten Sieg im siebten Profifight.

Frank Shabani bezwang den Kroaten Mario Katic am Samstag vorzeitig
Bereits im 19. Kampf als Berufsboxer ungeschlagen blieb Halb-Mittelgewichtler Alexander Abraham. Von der ersten Sekunde an lauerte der 26-Jährige auf Deckungslücken bei seinem Widersacher Mladen Kranjcec. In erster Linie machte der Bruder von IBF-Mittelgewichts-Weltmeister Arthur Abraham dabei die linke Körperseite des Gegners als Ziel aus. Während die ersten beiden Angriffe noch ihre Wirkung verfehlten, ging das Konzept beim dritten Mal voll und ganz auf. Mit einer krachenden Rechten auf die Rippen schickte der Schützling von Trainer Ulli Wegner seinen Kontrahenten zu Boden. Nach einer Minute und 38 Sekunden war der Kampf damit entschieden. "Die harte Vorbereitung in Zinnowitz hat mir sehr gut getan. Die Disziplin und die konzentrierte Arbeit im Trainingslager haben sich ausgezahlt", erklärte Alexander Abraham nach seinem K.o.-Sieg in der ersten Runde.

Alexander Abraham gewann seinen Fight durch K.o. in der ersten Runde
Dass sich die harte Vorbereitung an der Ostsee gelohnt hat, wollte abschließend auch Alexander Frenkel unter Beweis stellen. Der Cruisergewichtler traf in seinem elften Profikampf auf Drazen Ordulj. Der Kroate fand von Anfang an kein Mittel gegen die schnellen Aktionen seines 22-jährigen Konkurrenten. So bestimmte Frenkel das Geschehen im Ring fast nach Belieben. Noch in der ersten Runde sorgte er mit einer Links-Rechts-Kombination für den ersten Niederschlag des Aufeinandertreffens. Auch im zweiten Durchgang agierte Frenkel aggressiv. Mit einem linken Haken zur Kinnspitze schickte der von Ulli Wegner trainierte Cruisergewichtler seinen Gegner erneut zu Boden. Ringrichter Jürgen Langos zählte Ordulj daraufhin nach einer Minute und 50 Sekunden aus. "Ich freue mich, dass ich nur einen einzigen Treffer abbekommen habe. Jetzt kann ich ohne Blessuren eine Woche lang Urlaub machen", jubelte Frenkel über seinen elften Sieg als Profi.

Alexander Frenkel setzte seine Erfolgsserie am Samstag fort (Fotos: SE)
Gespannt war das Publikum zuvor auch auf den Kampf des hessischen Lokalmatadors Ali Ahraoui (Weltergewicht). Der 28-jährige Wiesbadener setzte sich nach zwei Minuten und 21 Sekunden der fünften Runde mit einem technischen K.o.-Erfolg gegen Bela Sandor aus Ungarn durch. Zudem verlies Kavin Gebhard (Bad Homburg) gegen Titusz Szabo den Ring zum elften Mal in seiner Profilaufbahn als Sieger. Nach sechs Runden sahen alle drei Wertungsrichter den 26-jährigen Halbschwergewichtler nach Punkten vorne.