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Freitag, 2011-12-30

Wegner freut sich auf 2012

Ulli Wegner

Ulli Wegner sah 2011 viel Positives (Fotos: SE u. Photo Wende)

Erfolgscoach will mit seinen Schützlingen weiter für Furore sorgen

Erfolgscoach Ulli Wegner blickt auf ein tolles Jahr zurück. Keiner schafft es wie er, Boxer mit den verschiedensten Charakteren und aus unterschiedlichsten Kulturkreisen anzusprechen und zu Höchstleistungen zu bewegen. Viele Experten nennen ihn inzwischen den "Box-Magier"! In diesem Jahr feierte er sein 40-jähriges Trainerjubiläum. An einem Montag im September 1971 fing alles an. Nach der aktiven Laufbahn als Amateurboxer wurde Wegner, der zuvor bereits den Assistenzposten innehatte, bei der BSG Wismut Gera als Coach vorgestellt. Nach zahlreichen Erfolgen in der ehemaligen DDR und nach der Wiedervereinigung Deutschlands entschloss sich Wegner 1996 zum Wechsel von den Amateuren ins Profilager.

Hier führte er zunächst Sven Ottke, Markus Beyer, Arthur Abraham, Cecilia Braekhus und Marco Huck zu WM-Titeln. Am 1. Oktober 2011 dann das nächste Highlight: Yoan Pablo Hernandez errang im Jahnsportforum Neubrandenburg gegen den Amerikaner Steve Cunningham die IBF-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht. "Das ist tatsächlich der Erfolg, über den ich mich selbst am meisten in den letzten Monaten gefreut habe - auch aus emotionaler Sicht. Yoan Pablo ist wirklich ein toller Junge. Er genießt überall große Sympathien und hat das Potenzial, ein Quotenbringer zu werden. Er hat sich den Erfolg durch seinen Trainingseinsatz über Jahre hinweg hart erarbeitet", lobt Wegner.

Generell sei er mit 2011 sehr zufrieden. "Neben der positiven Entwicklung bei Yoan Pablo Hernandez sollte man nicht die Formsteigerung von Dominik Britsch und Robert Helenius - mit Ausnahme des letzten Kampfes - vergessen", sagt Wegner, der für seine außergewöhnlichen Leistungen im September mit dem Medienpreis "Goldene Henne" ausgezeichnet wurde. "Die Auftritte von Eduard Gutknecht und Robert Woge waren vielversprechend. Und Marco Huck verteidigte 2011 den WBO-Gürtel im Cruisergewicht gleich dreimal. Gleiches gilt für Cecilia Braekhus, die als Dreifach-Weltmeisterin ebenfalls drei erfolgreiche Titelkämpfe absolvierte." Karo Murat bestach durch Trainingsfleiß. "Lediglich mit Arthur Abraham ging es nicht voran."

Aber das soll sich im neuen Jahr ändern. "Auf seinen Kampf am 14. Januar bin ich natürlich sehr gespannt", so Wegner. "Ich hoffe, dass sich Arthur in die Herzen der Fans zurückkämpft. Dafür trainiert er derzeit. Ein Sieg im Januar in der Baden-Arena in Offenburg gegen den Argentinier Pablo Oscar Natalio Farias ist allerdings Pflicht!" Am 4. Februar steht für IBF-Cruisergewichts-Weltmeister Yoan Pablo Hernandez in Frankfurt am Main das Rematch gegen Steve "USS" Cunningham an. "Das ist der wichtigste Kampf seiner Laufbahn", glaubt Wegner. Am 25. Februar soll dann der große Auftritt von Marco Huck im Schwergewicht folgen. "Das ist für ihn natürlich eine ganz besondere Herausforderung. Und ich sehe seine Chance."