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Sonntag, 2002-07-07

WBA-Champ will Lewis

Der Manager von John Ruiz will, dass Lewis gegen seinen Athleten boxt

Aufmerksamer Beobachter des Sieges von Wladimir Klitschko gegen Ray Mercer am vergangenen Wochenende war Emanuel Steward, der Trainer des IBF-/ WBC-Weltmeisters Lennox Lewis. Steward gab sich beeindruckt von der Stärke des Ukrainers: "Er hat zwar gegen keinen hochwertigen Gegner geboxt, aber er ist besser als sein eigenes Management glaubt. Sie müssen ihn weiter nach oben bringen", sagte Steward. Einen baldigen Kampf gegen seinen Athleten Lennox Lewis könne er sich für Klitschko ebenso vorstellen wie einen Kampf gegen die Nummer eins der WBA-Weltrangliste, Kirk Johnson aus Kanada.
Dem widersprach jedoch Norman Stone, der Manager von John Ruiz, dem Weltmeister der WBA. Er erklärte, falls überhaupt irgendjemand einen Kampf gegen Lewis bekommen sollte, dann wäre es sein Athlet. "Lewis macht genau das weiter, was er schon zuvor getan hat – er drückt sich vor uns… Lewis sollte auf gar keinen Fall gegen irgendjemanden boxen, bevor er nicht gegen uns angetreten ist. Genauso wenig sollte er herumlaufen und sich unumstrittener Champion nennen. Hey, wir streiten mit ihm. Johnny ist der Champion der WBA, dem ältesten aller Verbände. Lasst uns einfach Lewis und Johnny zusammenbringen, dann können wir sehen, wer der wirkliche Champion ist", sagte Stone.
Das Lob für Klitschkos Sieg gegen Mercer empfand Stone als lächerlich, und der Manager konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Ehrlicherweise habe ich das nicht begreifen können. Ehrlich gesagt hat Klitschko einen 41-jährigen Mann geschlagen, der direkt vor ihm stand und vielleicht eine einzige Rechte schlug. Ich sollte beeindruckt davon sein. Wenn Johnny im Ring gestanden hätte, hätte man gesagt, er hätte einen aufgeschwemmten, alten Mann geschlagen, und das ist es eben."
Schwergewichtschampion Lewis hat sich jedoch bislang noch überhaupt nicht geäußert, ob er überhaupt seine Karriere fortsetzen möchte, einen Rückkampf mit Tyson anstrebt oder seinen IBF-Titel gegen den offiziellen Herausforderer Chris Byrd im Dezember verteidigen will.
Durchweg positiv war auf jeden Fall das Echo in der amerikanischen Presse für den WBO-Champion Wladimir Klitschko nach seinem Sieg gegen Ray Mercer aus den USA. Von Beginn an hatte der Ukrainer den Kampf dominiert und seinen Kontrahenten schon in der ersten Runde am Boden, ehe der Ringrichter nach einem Schlaghagel von Klitschko den Kampf in der sechsten Runde völlig zu Recht abbrach.
Offensichtlich war jedoch, dass Mercer mit seinen 41 Jahren längst seinen sportlichen Zenit überschritten hat. Er wirkte wie ein Schatten seiner großen Leistungen vergangener Tage in Kämpfen gegen Holyfield und Lewis in den Jahren 1995 und 1996. Trotzdem hat der Name des Amerikaners in seinem Heimatland immer noch einen guten Klang und mit seinem vorzeitigen Sieg ist es dem WBO-Weltmeister gelungen, ein wenig in das Rampenlicht der amerikanischen Öffentlichkeit zu treten.