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Samstag, 2004-09-18

Vorbericht DeLaHoya/Hopkins

Oscar De la Hoya gegen Bernard Hopkins

Der Megakampf Oscar "Golden Boy" De la Hoya gegen Bernard "Executioner" Hopkins steht vor der Tür. Viel hätte nicht gefehlt und Felix Sturm hätte unserer Vorfreude einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Seit Wochen beschäftigen die Verbalattacken beider Boxer die einschlägigen Boxnachrichten. Am 18. September wird sich nun zeigen wer den Mund zu voll genommen hat.
Der fast 40-Jährige Bernard Hopkins aus Philadelphia hat den Zenit seiner Karriere bereits überschritten. Hopkins hat in den letzten Jahren deutlich an Schlagkraft verloren. Wenn er früher noch die Fähigkeit besaß, Gegner im Infight systematisch aufzureiben, fehlt es seinen Haken heute deutlich an Schlagwirkung. In seinen letzten Kämpfen sahen diese in den wenigen Infight-Situationen erschreckend kraftlos aus.

Die Begegnung mit Hopkins kann De la Hoya’s Schwerste werden. Abgesehen von altersbedingten konditionellen Schwächen, hat Hopkins boxerisch keine Achillesferse. Sein zerstörerischer Jab könnte den "Golden Boy" zermürben. Vergangene Kämpfe haben gezeigt, dass De la Hoya ungern gegen größere Boxer antritt.
Dementsprechend wird Hopkins seine überlegene Reichweite nutzen, um den "goldenen Jungen" klassisch lang zu boxen.
Dessen Konzept kann nur heißen: mehr und schneller schlagen, um Hopkins am Aufbau seines Kampfrhythmus zu hindern.
Es dauert schon einige Runden bis der Box-Veteran in einen Kampf einsteigt. Die ersten Runden nutzt Hopkins gewöhnlich zum Abtasten. Hopkins hat in letzter Zeit eine Taktik entwickelt, konditionelle Schwächen zu überbrücken: Der Amerikaner tut oft nicht mehr als nötig für den Sieg, was für den Zuschauer sehr ermüdend sein kann.
De la Hoya sollte dass wissen und versuchen, die ersten Runden durch höhere Aktivität für sich zu entscheiden. Der Titelverteidiger muss den bevorstehenden Kampf also deutlich aktiver beginnen als in der Vergangenheit und eine höhere Schlagfrequenz an den Tag legen.
Für sein Alter befindet sich der Executioner immer noch in einer fantastischen Verfassung. Es gibt derzeit keinen anderen Boxer, dem es gelingt, in einem so hohen Alter gegen die Weltspitze zu boxen.
Es wird sich zeigen ob De la Hoya den richtigen Zeitpunkt abgepasst hat um Hopkins auf die Bretter zu schicken. Erstmals in seiner Karriere wird er den Ring als deutlicher Außenseiter betreten.