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Donnerstag, 2002-10-24

Verwirrung um Roy Jones

Boxt er nun gegen Ruiz oder nicht? Roy Jones macht es weiter spannend

So ganz in trockenen Tüchern scheint das Duell der Giganten zwischen Halbschwergewichts-Champ Roy Jones und dem WBA-Weltmeister im Schwergewicht, John Ruiz, doch noch nicht zu sein. Brad Jacobs, der Berater von Jones, erklärte dazu: "Es gibt noch keine Neuigkeiten in Roys Haltung zum Kampf gegen Ruiz. Er wägt immer noch zwischen einem Kampf gegen Ruiz oder Tarver [offizieller Herausforderer von Jones im Halbschwergewicht; die Red.] ab. Bloß weil Erklärungen abgegeben wurden, dass der Kampf zu 100% sicher sei, bedeutet das noch nicht, dass der Kampf wirklich stattfinden wird."
Jones habe laut Jacobs bislang nur eine Absichtserklärung unterzeichnet. Demgegenüber hatte Fred Levin, ein Anwalt von Jones, am Sonntag erklärt, dass sich sein Mandant verpflichtet habe, gegen Ruiz zu kämpfen. Den TV-Partner von Jones HBO, lässt die neuerliche Verwirrung zwar nicht ganz kalt, geht es doch um Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe, dennoch übt man sich weiter in Geduld und Gelassenheit.
So äußerte sich Mark Taffet, der stellvertretende Direktor des Sportbereiches von HBO, gegenüber dem Internetpotal Fightnews unverbindlich über die derzeitige, verworrene Situation. Jones könnte sich mit dem Kampf gegen Ruiz seinen Platz in der Boxsport-Geschichte sichern und der Halbschwergewichts-Champ habe gezeigt, dass er auch willens sei, alles zu tun, damit der Kampf stattfindet, so Taffet.
Am 1. März im Ring oder vor Gericht...
Weniger diplomatisch reagierte Anthony Cardinale, der Anwalt von Ruiz, auf eine mögliche Absage des Kampfes. Gegenüber der amerikanischen Tageszeitung USA Today erklärte er: "Jetzt werden wir uns entweder am 1. März im Ring sehen oder wegen Vertragsbruches vor Gericht." Cardinale ist wie Levin der Ansicht, dass es sich bei dem Dokument, was beide Parteien unterzeichnet haben, um keine Absichtserklärung, sondern um einen bindenden Vertrag handelt.
Unbeeindruckt von allen Forderungen, Ansichten und Erklärungen scheint derweil Roy Jones zu bleiben, der momentan zu einem Kurzurlaub am Golf von Mexiko in der Nähe seiner Heimatstadt Pensacola in Florida weilt. Der Kampf sei erst offiziell, wenn der Superstar dazu eine offizielle Mitteilung herausgeben würde, sagte Jacobs.
Außerdem ließe sich sein Mandant nicht bedrängen: "Es gibt keine Deadline für Roys Entscheidung. HBO hat vielleicht eine Frist, aber Roys Frist ist, wenn er bereit ist eine Entscheidung zu treffen, dann wird er eine Entscheidung treffen. Hoffentlich stimmt Roys Entscheidung mit dem überein, was alle für ihn geplant haben." Die Boxsportfans dürfen also weiter Rätsel raten, hoffen oder bangen, ob der Megakampf stattfinden wird oder nicht.