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Sonntag, 2006-05-28

Veits Fight

Brähmer vergab Chance auf WM-Kampf


Markus Beyer
Für Jürgen Brähmer ist der Traum vom WM-Kampf im Profi-Boxen geplatzt: Im stallinternen Duell der Hamburger Universum Box-Promotion musste er sich Samstagnacht vor 2500 Zuschauern dem Cottbuser Mario Veit nach Punkten (115:113, 114:113, 114:114) geschlagen geben und sorgte damit für eine faustdicke Überraschung. Galt der 32 Jahre alte Super-Mittelgewichtler doch als Abschiedskandidat, der fünf Jahre jüngere Brähmer dagegen als einer der hoffnungsvollsten deutschen Boxer.

Mario Veit
Dabei begann alles nach Plan. Gegen Ende der ersten Runde schickte der Rechtsausleger Brähmer seinen Gegner mit einer Rechts-Links-Kombination zu Boden, fühlte sich schon als Sieger, nahm die Spannung raus und fand nicht mehr in den Kampf.

Ulli Wegner
"Brähmer ist zwar sehr talentiert, aber dass er konditionell so schlecht drauf ist, war für mich sehr überraschend", sagte Ulli Wegner, der Coach des WBC-Weltmeisters Markus Beyer. Mit einem Sieg hätte Brähmer, der im 28. Kampf die erste Niederlage seiner Karriere hinnehmen musste, die Chance gehabt, Beyer herauszufordern. Nun könnte Veit, der dem vermeintlichen Favoriten den International-Titel des WBC abnahm, die aussichtsreiche Ranglistenposition seines Stallgefährten einnehmen. "Mein Wunschgegner ist Beyer", sagte Veit.

Hagen Doering
Dies wird jedoch auch nur ein Wunsch bleiben. Denn: "Für Markus ist durch den WBC die Pflichtverteidigung gegen den Mexikaner Librado Andrade angeordnet worden", so Sauerland-Sportdirektor Hagen Doering. "Unabhängig davon arbeiten wir an einem Titelvereinigungskampf von Markus gegen Joe Calzaghe. Ein Kampf gegen Veit steht für Markus also nicht auf der Tagesordnung."