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Mittwoch, 2003-06-25

Veit: Sieg zum Geburtstag

Malik Dziarra unterliegt im Kampf um die IBF-Intercontinental Meisterschaft

Mario Veit bereitete sich selbst in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Lausitzarena in Cottbus das schönste Geburtstagsgeschenk. Vor etwa 2.500 Zuschauern besiegte der Lokalmatador den Titelverteidiger Malik Dziarra im Kampf um die IBF-Intercontinental Meisterschaft im Super-Mittelgewicht durch technischen K.o. in der neunten Runde.
Der jetzt 29-jährige Boxprofi aus Cottbus bestimmte in den ersten Runden mit den Zuschauern im Rücken von Beginn an das Kampfgeschehen mit seiner linken Führhand. Malik Dziarra überraschte zeitweise zum Ende der Runden, musste aber immer wieder Wirkungstreffer vom variabler wirkenden Veit einstecken. In der achten Runde platzierte der Schützling von Trainer Fritz Sdunek einige schöne Kombinationen, die ihre Wirkung beim 28-jährigen Titelverteidiger hinterließen. Ende des Durchgangs brachte der Athlet aus Cottbus seinen Kontrahenten erneut in schwere Bedrängnis, doch der Gong rettete Dziarra vor einem Niederschlag.
Die Entscheidung fiel dann in der neunten Runde. Nachdem der Herausforderer eine schwere Rechte ins Ziel brachte, stolperte der von Werner Kirsch trainierte Super-Mittelgewichtler zu Boden. Beim Aufstehen torkelte der gebürtige Weißrusse durch den Ring, was Ringrichter Francesco Rega dazu veranlasste, den einseitig gewordenen Kampf nach 2 Minuten und 45 Sekunden zu Gunsten des verdienten Siegers abzubrechen. Für den neuen IBF-Intercontinental Champion war es der 37. Sieg im 38. Kampf. Dziarra hingegen musste die erste Niederlage im 12. Profifight hinnehmen.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war das Aufeinandertreffen im Halb-Mittelgewicht zwischen Titelverteidiger Lukas Konency und Koren Gevor aus Hamburg. Beide Athleten hatten sich bereits im September gegenüber gestanden, damals hatte Konecny das bessere Ende für sich.
Im Kampf um die Internationale Deutsche Meisterschaft und die NBA-Intercontinental Meisterschaft war es diesmal zunächst Koren Gevor, der den Kampf mit seiner rechten Führhand dominierte. Konencny setzte allerdings die härteren Treffer und agierte überraschender. Ab der fünften Runde hatte der armenische Herausforderer Probleme mit einem Cut über dem linken Auge, der in Durchgang sechs und sieben vom Ringarzt behandelt werden musste. In der siebten Runde brach Ringrichter Joachim Jacobsen nach der zweiten Behandlung des 23-jährigen Schützlings von Trainer Torsten Schmitz den abwechslungsreichen Kampf wegen Verletzung zu Gunsten von Lukas Konecny ab. Mit dem technischen K.o.-Sieg in Runde sieben blieb der 24-Jährige auch in seinem 14. Kampf ungeschlagen. Für Koren Gevor war es die zweite Niederlage im 13. Fight.
Neuer IBF-Weltmeister im Super-Federgewicht bei den Junioren wurde der in Leipzig lebende Ismaylov Rashad. Der 18-Jährige hatte dabei mehr Mühe, als viele erwartet hatten. Denn Ilian Ares, der erst im August sein Debüt als Profi gab, dominierte in den ersten Runden das Aufeinandertreffen. Erst in der vierten Runde überraschte der Schützling von Coach Uwe Franz seinen Kontrahenten mit einer überfallartigen Aktion. Im Laufe des Kampfes ließen dann beim gebürtigen Bulgaren Ares die Kräfte ein wenig nach, und Ismaylov Rashad wurde offensiver. Die Punktrichter werteten den Kampf somit am Ende mit 94:93, 96:91 und 96:91 nach einer starken Schlussphase für den Super-Federgewichtler aus Aserbaidshan. Ilian Ares kassierte seine erste Niederlage im 6. Profifight.
In weiteren Kämpfen des Abends bezwang der in Dresden lebendende Farhat Chaanoune aus Algerien den Berliner Torsten Schulze im Schwergewicht durch technischen K.o. in der zweiten Runde. Das erneute Aufeinandertreffen zwischen Nijaz Salzcic und Muzaffer Tosun im Halb-Weltergewicht endete wiederum mit einem Unentschieden. Wladimir Sidorenko besiegte den Südafrikaner Vuyani Nunu durch technischen K.o. nach 2:57 Minuten der zweiten Runde. Auch in seinem zweiten Profikampf erfolgreich war Mehmet Henden aus Köln. Der Schützling von Trainer Uli May erboxte im Leichtschwergewicht einen technischen K.o.-Sieg in der dritten Runde gegen Pavel Cirok aus Tschechien.
Der WBA-Weltranglistenerste im Halb-Weltergewicht Souleymane Mbaye überzeugte mit einem K.o.-Erfolg gegen den Polen Adam Zadwordny. Der Franzose schickte seinen Gegner dreimal zu Boden, bis der Ringrichter den Kampf nach 1 Minute und 5 Sekunden der dritten Runde beendete. Einen einstimmigen Punktsieg erreichte der Ukrainer Andreas Kotelnik gegen Matthews Zulu aus Südafrika. Auch Schwergewichtler Balu Sauer stand nach neunmonatiger Pause wieder im Ring und behielt gegen den schwachen Ungarn Istvan Kecskes durch technischen K.o. in Runde vier die Oberhand.