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23.01.2017
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WBA-Weltmeister bereitet sich auf erste Titelverteidigung vor

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Dienstag, 2006-12-12

Valuev trifft McCline

Das neue Boxjahr beginnt mit einem echten Kracher. Wenn Nikolai Valuev am 20. Januar in Basel seinen WBA-Titel gegen den Amerikaner Jameel McCline verteidigt, werden 270 Kilogramm verteilt auf 4,13 Meter im Ring stehen. "Das ist ein Duell der Superlative", schwärmt Manager Wilfried Sauerland. In der Tat: Die erste Schwergewichts-WM in der Schweiz ist zugleich auch die schwerste in der Geschichte des Boxsports.
Im Media Center des St. Jakob-Parks in Basel kam es heute zu einem ersten, sehr friedfertigen Aufeinandertreffen, bei dem beide Riesen ihre Sanftmut unter Beweis stellten. Weder große Sprüche noch böse Worte waren zu vernehmen. "Ich habe sehr viel Respekt vor Valuev", so Zwei-Meter-Mann McCline (38-6, 23 KOs), "er ist ein großartiger Kämpfer". Auch der Weltmeister gab sich wie immer höflich: "Ich freue mich sehr, zum ersten Mal in der Schweiz zu boxen und bedanke mich sehr für die Gastfreundschaft. Das wird ein sehr schwieriger Kampf, weil Jameel von seiner Größe, seinem Gewicht und seiner Erfahrung mit keinem meiner bisherigen Gegner zu vergleichen ist."

Duell der Riesen: Valuev vs. McCline.
Seit mehreren Wochen befindet sich Valuev (45-0, 33 KOs), mit 2,13 Meter und knapp 150 Kilo der größte und schwerste Weltmeister aller Zeiten, bereits wieder im Training. Zweimal hat er den WBA-Gürtel bereits verteidigt, zuletzt in Chicago gegen Monte Barrett (TKO Runde 11). Nächste Woche wird er dann aus St. Petersburg nach Berlin reisen, um mit dem Sparring zu beginnen. "Ich werde noch härter trainieren als jemals zuvor", verrät der ungeschlagene Champion.
Einen Kampf verliert der Russische Riese aber immer wieder: Den gegen das Heimweh. Zuhause in St. Petersburg ist seine Frau Galina zum zweiten Mal schwanger. Schon bei dem Kurztrip nach Basel plagte Valuev das Heimweh. "Meine Familie ist für mich das Allerwichtigste im Leben. Sie ist mein Ruhepol, mein Hinterland, in das ich mich zurückziehen kann", so Valuev.
Auch McCline vertraut auf Ruhe, allerdings in einer etwas anderen Form. Zur Vorbereitung wird er sich ins Trainingslager in Vero Beach (Florida) zurückziehen. Probleme könnte es bei der Wahl der Sparringspartner geben: "Es ist schwer, welche zu finden, die so groß und schwer sind wie er", sagt der 36-Jährige und scherzt: "Vielleicht hänge ich ja meinen Sparringspartnern Gewichte an." Nichts will er unversucht lassen, um seine "allerletzte Chance zu nutzen". Bereits zweimal kämpfte er um die Schwergewichtskrone. Gegen Wladimir Klitschko und Chris Byrd konnte er sich jedoch nicht durchsetzen. "Noch eine Niederlage kommt für mich nicht in Frage."

Der Russische Riese hat die dritte Titelverteidigung ins Visier genommen.
Das Interesse an dem Kampf ist nicht nur in der Schweiz riesig. Als "überragend" bezeichnete Kalle Sauerland, bei der Firma Kentaro zuständig für die Vermarktung der TV-Rechte, die internationale TV-Resonanz. "Die Rechte sind jetzt schon in über 50 Länder verkauft worden. Wir rechnen damit, dass der Kampf in fast 70 Ländern auf fünf Kontinenten zu sehen sein wird."
Und Manager Wilfried Sauerland fügt hinzu: "Mit der ersten Schwergewichts-WM in der Schweiz gehen wir neue Wege. Das Boxjahr startet mit einem absoluten Highlight."