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Dienstag, 2006-10-31

Valuev siegt vor Gericht


Team Sauerland freut sich mit Nikolai Valuev

Der Siegeszug von Nikolai Valuev setzt sich fort - auch außerhalb des Rings. Vor einem Gericht im US-Bundesstaat New Jersey gewann der WBA-Champion nun einen lange schwelenden Rechtsstreit mit Joseph O´Donnell. Dabei wurde seinem früheren Promoter eine der grundlegendsten Regeln im Boxsport zum Verhängnis.
Vor vielen Jahren verpflichtete O´Donnell einen damals noch unbekannten russischen Boxer, der in erster Linie durch seine Größe und sein Gewicht auffiel. Auf diese Karte setzte der Manager dann auch bei der Vermarktung - sehr zum Ärger von Valuev, der die Zusammenarbeit nach seinem Kampf in Atlantic City (TKO-Sieg über George Lineberger in der ersten Runde) beendete und nach Russland zurückkehrte. Doch O´Donnell pochte auf Vertragserfüllung in Amerika, zog vor Gericht und erwirkte ein sogenanntes Versäumnisurteil. Unterdessen arbeitete Valuev in Europa weiter hart an seinem Aufstieg zum Box-Olymp. 2003 schloss er sich Wilfried Sauerland an, der ihn behutsam aufbaute und schließlich im Dezember 2005 in Berlin zum größten und schwersten Weltmeister aller Zeiten machte.


Wilfried Sauerland
Sauerland beauftragte den amerikanischen Anwalt Patrick English, sich der Sache jenseits des Atlantiks anzunehmen – und das mit großem Erfolg. Schon 2004 prozessierte er erfolgreich gegen das Versäumnisurteil und erwirkte, dass O´Donnell kein Mitspracherecht an der Vermarktung in Amerika besäße. Vergangene Woche wurde das Verfahren dann endgültig zu den Akten gelegt: Richter Simandle aus New Jersey entschied, O´Donnell habe keinerlei Rechtsgrundlage, die Vertragserfüllung einzufordern. Denn die ursprünglich getroffene Vereinbarung, Valuevs Kämpfe "zu managen und zu promoten", stellt eine klare Verletzung amerikanischen Rechts dar. Derartige Vereinbarungen sind in den Staaten – im Gegensatz zu anderen Ländern – nämlich gar nicht erlaubt.