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Sonntag, 2006-09-03

Valuev bedankt sich

Der Champion beendet seine Reise durch die USA


Nikolai Valuev am Strand von L. A.
Der letzte Tag seiner Tour durch die USA – er begann für Nikolai Valuev mit einem Training am Meer. Gemeinsam mit seinem Coach Manuel Gabrielian machte er sich morgens am berühmten Venice Beach fit, joggte am Strand und schwang die Fäuste beim "Tatzentraining". Gegen Mittag warteten dann schon die Journalisten auf den Champion, der im Millennium Bitmore Hotel in Los Angeles zur Pressekonferenz geladen hatte.

Nikolai Valuev und Coach Manuel Gabrielian beim Training
Im "Goldroom" des Hauses an der Grand Avenue war es Don King, der den Superstar aus St. Petersburg den Presseleuten vorstellte. "Noch sechs Kämpfe, dann wird Nikolai neues, jungfräuliches Gebiet betreten. Dann ist er in 50 Schwergewichtskämpfen ungeschlagen", sagte der Promoter, der den Bogen weit spannte und zudem an die guten Beziehungen zwischen den USA und Russland erinnerte. Und der am Rednerpult für große Erheiterung sorgte als während seiner kurzen Ansprache sein Handy klingelte und er mit dem Satz "Yes, Mister President" das Gespräch mit seinem Gegenüber beendete.

Nikolai Valuev mit Don King und Wilfried Sauerland bei der Pressenkonferenz
Valuevs Manager Wilfried Sauerland bedankte sich anschließend in erster Linie "für diese wundervolle Tour". "Nach der Fußball-Weltmeisterschaft wurde von allen Seiten gesagt, dass die Deutschen die Besten im Organisieren sind. Aber Don King hat das noch besser gemacht", so Sauerland, der aber auch die Bewunderung für seinen Schützling ausdrückte. "Ich kenne Niko jetzt seit drei Jahren. Und inzwischen sagen alle, dass es keinen gibt, der ihn schlagen könnte."
Der Star des Abends war dann auch ein gefragter Partner der Journalisten, die mit Fragen nicht sparten. Über seine Kindheit hinter dem "Eisernen Vorhang" wollten sie etwas erfahren, über seine sportliche Karriere und die hinter ihm liegende Tour. "Ich habe eine wundervolle Familie", erzählte der "Russian Giant". "Ich bin in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, und ich danke meinen Eltern vom ganzen Herzen dafür, dass sie mir meinen Weg ermöglicht haben." Und auch von der Zeit vor dem Mauerfall könne er persönlich nichts Negatives berichten. Die USA, so Valuev weiter, habe er nunmehr zum fünften Mal bereist. "Aber erst jetzt habe ich das Land richtig kennen gelernt. Ich habe mit New York, Chicago und Los Angeles drei große Städte gesehen, und das alles hat mich sehr beeindruckt." Die schönste der drei? Nun, das sei nicht leicht zu beantworten, sagte er. "Chicago mit seinem großen See hat mich ein wenig an meine Heimatstadt Sankt Petersburg erinnert. Und in L. A. habe ich wiederum den Ozean sehr genossen."
In jedem Fall sei er sehr stolz über den Wandel im Schwergewichtsboxen. Darauf, dass nunmehr alle vier Weltmeister aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion kommen. "Ich will alle vier Titel vereinigen, das traue ich mir zu", gab sich der Champ zuversichtlich. "Die Amerikaner lieben Gewinner. Und deshalb bin ich hier." Don King griff Valuevs Worte gern auf. "Nikolai würde Maskaev und Klitschko in einer Nacht hintereinander weg hauen." Worauf hin dieser seinen Gastgebern versicherte: "Only in America."
Der letzte Abend endete dann schließlich doch noch mit Boxen: Im Staples Center von Los Angeles sah sich Nikolai Valuev den WBC-Schwergewichtskampf zwischen James Toney und Samuel Peter an, den Peter nach Punkten für sich entscheiden konnte. Bei der Party vor dem Fight gab es indes eine weitere interessante Begegnung: Valuev traf auf einen der weiteren Titelinhaber, den WBO-Weltmeister Sergej Liakhovich.