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Freitag, 2006-08-11

Urkal vs. Hatton

Oktays WM-Kampf wird versteigert

Der Kampf des Berliner Weltergewichtlers Oktay Urkal gegen den Titelträger des Weltverbandes WBA, Ricky Hatton (England), geht in die Versteigerung. Da die beiden Promoter der Boxer, Sauerland Event und Fight Academy, bis gestern keinen gültigen Kampfvertrag vorgelegt haben, ordnete die World Boxing Association die Versteigerung an. Am 28. August wird in Panama unter Aufsicht von WBA-Direktor Robert Mack über die Ausrichtung des Kampfes entschieden.

Oktay Urkal
"Wir haben mehrfach Kontakt zu Fight Academy aufgenommen, aber bis zum Stichtag keine Antwort erhalten", sagt Sauerland-Geschäftsführer Chris Meyer in Berlin. "Mehr konnten wir nicht tun, da Oktay ja der Pflichtherausforderer ist und das Erstrecht auf die Ausrichtung des Kampfes beim Titelträger liegt, der ein Angebot vorlegen muss."
Bei der Versteigerung eines Kampfes können alle registrierten und an der Ausrichtung interessierten Boxpromoter beim Weltverband ein verdecktes finanzielles Angebot abgeben. Der höchst Bietende erwirbt das Recht, den Kampf zu veranstalten und legt mit seinem Gebot gleichzeitig die Börse der Boxer fest (75 % für den Titelverteidiger, 25 % für den Herausforderer).

Oktay mit seinem Coach Ulli Wegner
Der Kampf des WBA-Champions Ricky "The Hitman" Hatton stößt in England und den USA auf überragendes Interesse. "Hatton ist einer der absoluten Stars der Szene", schätzt Meyer ein, "unbesiegt in 41 Kämpfen, seit sieben Jahren hat er nur Titelkämpfe bestritten." Insofern sieht der Geschäftsführer des traditionsreichen Sauerland-Teams die Chancen, Urkals Kampf nach Deutschland zu holen, als eher gering an. "Mit Ricky Hatton lassen sich im englischsprachigen Raum sehr große Umsätze tätigen. Natürlich würden wir den WM-Kampf von Oktay gern in Deutschland veranstalten, am liebsten in Berlin – aber man muss die Lage realistisch einschätzen."

WBA-Champion Ricky Hatton
Urkal, der 36-jährige Sohn türkischer Eltern, der in Berlin geboren wurde, bestritt in seiner Profikarriere 40 Kämpfe, von denen er drei verlor. Der WBA-Titelkampf gegen Hatton wird sein vierter Versuch, Weltmeister zu werden. In seiner alten Gewichtsklasse, dem Halbweltergewicht hatte Urkal gegen Kostja Tszyu (2001) sowie zweimal gegen Vivian Harris (2004) WM-Kämpfe verloren.
Im letzten Jahr war der "Ali von Kreuzberg", der mittlerweile im beschaulichen Berlin-Lichtenrade wohnt, ins Weltergewicht aufgestiegen und gewann in seinem ersten Kampf in der neuen Gewichtsklasse gegen den Franzosen Frederic Klose den Europameistertitel. Den Gürtel der EBU legte Urkal Ende letzten Jahres nieder, als er von der WBA als Pflichtherausforderer um den WM-Titel benannt wurde.