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Montag, 2003-03-10

Und was sagt Lewis?

Es herrscht weiter Ungewissheit, gegen wen der Engländer seine WM-Krone verteidigt

Immer noch nicht genau klar ist, wann und gegen wen der WBC-Weltmeister im Schwergewicht, Lennox Lewis, seine nächste Titelverteidigung des WM-Gürtels bestreiten wird. Nachdem viele Journalisten lange Zeit in ihren Berichterstattungen zunächst von einem Kampf am 12. oder 19. April gegen den Ukrainer Vitali Klitschko ausgegangen waren, wendete sich das Blatt Ende letzter Woche.
"Die Verhandlungen für den Fight im April gegen Vitali Klitschko wurden abgebrochen. Zwischen beiden Parteien blieben zu viele Fragen offen. Lennox besitzt eine Vertragsoption, um im Juni gegen Tyson zu boxen. Er möchte gegen ihn den Titel verteidigen. Er ist sehr gespannt, wie sich Tyson im Februar gegen Clifford Etienne verkaufen wird", erklärte Judd Burstein, der Anwalt des britischen WBC-Champions gegenüber der Presse.
Jerome Anderson, Promoter von Lewis, stimmte dieser Aussage zu. "Lennox hat eine Vertragsverpflichtung gegenüber Mike Tyson aus dem letzten Jahr zu erfüllen. Er freut sich, den Tyson-Kampf am 22. Februar gegen Clifford Etienne zu sehen", sagte Anderson.
US-Rechtsanwalt Ron DiNicola, der die Verhandlungen für Vitali Klitschko mit dem Lewis-Management in den letzten Wochen führte, äußerte sich jedoch in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA über diese Wendung verwundert. "Wir werden alles Notwendige tun, dass der Kampf vor Juni stattfindet. Denn alle Gründe, die zur Kampfabsage geführt haben, sind unwahr. Zwischen dem Klitschko-Management Universum Box-Promotion und der Lion Promotion von Lewis ist es im vergangenen Jahr in allen Schlüsselfragen zum Agreement gekommen. Ohne einen klaren Grund will Lewis scheinbar nicht mehr gegen Vitali antreten", zeigte sich DiNicola enttäuscht.
Auch Vitali Klitschko selbst, der sein Training für den WM-Fight bereits aufgenommen hatte und auf der kanarischen Insel Gran Canaria verweilt, äußerte sich verständnislos. "Ich bin maßlos enttäuscht von ihm. Denn wir haben alles getan, um den Kampf zu ermöglichen", sagte der 31-jährige WBC- und WBA-Weltranglistenerste. Sein Promoter Klaus-Peter Kohl fügte hinzu: "Ich muss ganz deutlich sagen, dass ich dies als Vertragsbruch betrachte. In den nächsten Tagen werde ich Gespräche führen und alle Möglichkeiten für eventuelle rechtliche Schritte prüfen", erklärte der Hamburger.
Unterdessen soll sich Lennox Lewis mit seinem Manager Adrian Ogun mit dem amerikanischen Fernsehsender HBO zu Gesprächen über einen Kampf gegen Mike Tyson getroffen haben. Als Termin für die Schwergewichts-WM könnte der 21. Juni in Frage kommen. "Wir hatten ein sehr produktives Meeting mit Lennox und seinem Team. HBO ist erfreut, dass Lennox seine Schwergewichtskrone im Juni verteidigen will. Wir unterstützen Lennox Lewis bei allen Möglichkeiten an Kämpfen. Er ist der größte Schwergewichtler seiner Ära und wir sind stolz, mit ihm zusammen zu arbeiten", sagte Ross Greenburg, der Sportverantwortliche beim Pay-TV-Sender HBO.
Trotzdem scheint immer noch die Möglichkeit zu bestehen, dass Lewis doch noch seine nächste Titelverteidigung gegen den Ukrainer Vitali Klitschko austragen wird. Was der 37-Jährige allerdings genau plant, dazu hat er sich selbst gegenüber Journalisten bisher nicht geäußert. Deshalb wäre es eigentlich an der Zeit, dass der Brite das Rätselraten um seinen nächsten Kampf beendet und der Öffentlichkeit sagt, was er für Juni plant. Ein solches Statement scheint der Schwergewichtler vielleicht aber erst nach dem Fight von Mike Tyson am 22. Februar in Memphis treffen zu wollen.