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Montag, 2008-05-12

Tsypko greift wieder an

25. Profifight in Bayreuth gegen Marcin Piatkowski

Vitali Tsypko gehört schon seit langer Zeit zu den Hoffnungsträgern im Super-Mittelgewicht. Am 17. Mai wird er in Bayreuth gegen den Polen Marcin Piatkowski (32) den 25. Profikampf bestreiten. Obwohl der Ukrainer nach einem knappen Punktsieg im Juli 2005 in Nürnberg gegen den Nordiren Brian Magee kurzzeitig den EM-Gürtel innehatte, blieb ihm bislang die Chance, um einen WM-Gürtel zu kämpfen, verwehrt.

Vitali Tsypko: 21 Siege, zwei Niederlagen, ein Kampf ohne Wertung
Nicht die fehlende Klasse, sondern Verletzungspech und umstrittene Punktrichterentscheidungen trugen dazu bei, dass er in seiner Profibilanz auch zwei Niederlagen und einen Kampf ohne Wertung zu Buche stehen hat. "Die Kämpfe, die ich gegen Jackson Chanet und Jeff Lacy verlor, liefen unglücklich. Beide Male hätte das Urteil der Punktrichter auch zu meinen Gunsten ausfallen können", so Tsypko.
Doch er selbst hat sich nie abgeschrieben. Auch nicht, als ein für Februar dieses Jahres geplanter WM-Ausscheidungskampf platzte. "Nach meinem Sieg im September 2007 gegen David Gogiya zog ich mir am Ende des Jahres eine Kieferhöhlenentzündung zu. Alles dauerte viel länger, als zunächst zu erwarten war. Das war ärgerlich für mich, denn letztendlich konnte ich nicht antreten und meine Chance somit nicht nutzen."

Zuletzt unterlag David Gogiya (l.) in Oldenburg dem Ukrainer Vitali Tsypko

Jetzt will sich der 31-jährige Super-Mittelgewichtler am 17. Mai in der Oberfrankenhalle in Bayreuth erfolgreich im Ring zurückmelden. "Da die WM-Ausscheidung erst einmal futsch ist, geht es jetzt darum, mich in guter Form zu präsentieren. Ich will mich mit einer starken Leistung und einem Sieg erneut für größere Aufgaben empfehlen", sagt der IBF-Weltranglistenzweite aus Dnipropetrowsk selbstbewusst.
Seine Vorbereitung bestritt Tsypko zunächst in der Ukraine. Die Sparringsphase absolviert er zurzeit im Berliner Max-Schmeling-Gym. Auf die Hilfe seines Coaches Vitali Zubilevich muss er dabei verzichten. Denn der ist nach einer Hüftoperation gesundheitlich noch nicht wieder voll auf der Höhe. "Beim Kampf selbst wird er aber sicher dabei sein", sagt Tsypko, "ich kenne den Trainer, das lässt er sich nicht nehmen."

Vitali Tsypko freut sich auf seinen Fight in der Oberfrankenhalle (Fotos: SE)
Doch auch ohne seinen Coach sei es bisher im Sparring gut gelaufen. "Meine Form ist gut. Ich fühle mich hervorragend und freue mich darauf, in Bayreuth den nächsten Kampf zu bestreiten", so Tsypko, der vorher noch nie in der Oberfrankenhalle boxte. "Mein Ziel ist es, Weltmeister zu werden. Und ich weiß, dass ich mir auf dem Weg dahin keine Patzer erlauben darf. Alles andere liegt in den Händen meines Promoters."