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Mittwoch, 2002-10-30

Trinidad: Ja zu Angebot

Felix Trinidad akzeptiert eine Einladung von Oscar De La Hoya

Der vom aktiven Boxsport zurückgetretene frühere Weltmeister in drei verschiedenen Gewichtsklassen Felix Trinidad hat eine Einladung zum Essen von seinem früheren Rivalen Oscar De La Hoya angenommen. Der amtierende Weltmeister im Halb-Mittelgewicht der Verbände WBA und WBC aus den USA hofft dabei, Trinidad umstimmen zu können und ihn zu einem Rückkampf zu bewegen. Im September 1999 verlor De La Hoya nach einer kontroversen Mehrheitsentscheidung der Punktrichter den ersten Kampf gegen den Puerto Ricaner. Es war die erste Niederlage in der Karriere vom "Golden Boy".
"Wir haben endlich Kontakt aufgenommen. Er hat eine Einladung zum Essen angenommen, was ich für ein gutes Zeichen halte", erklärte der 29-jährige De La Hoya, der einen Teil des Jahres mit seiner Frau, der puerto-ricanischen Sängerin Millie Corretje, in deren Heimatland verbringt. Der Champion erklärte, dass die Großeltern seiner Frau Trinidad überredet hätten, ihn zu treffen.
"Ich möchte ihn keineswegs durch irgendetwas unter Druck setzten. Es ist einfach nur ein Abendessen, und um Antworten von ihm zu erhalten. Ich möchte es aus seinem Mund hören. Wenn er zurückgetreten ist, dann werde ich es ihm glauben und es der ganzen Welt erklärenhey er ist zurückgetreten. Ich muss ihn langsam aber sicher dazu bewegen und ihn [von einem Rückkampf; die Red.] überzeugen", sagte De La Hoya.
Keinen Zweifel ließ der Olympiasieger von 1992, dass auch sein Karriereende immer näher rückt und er seinen nächsten Kampf auf jeden Fall gegen einen hochkarätigen Gegner bestreiten will, auch wenn er Trinidad nicht überzeugen kann: "Es gibt immer noch einige gute Kämpfe für mich. Es wird auf jeden Fall ein Top-Kampf, weil dies die letzten Kämpfe meiner Karriere sein werden."
Trinidad-Entscheidung endgültig?
Trinidad hat offenbar nach seinem Rückzug aus dem Boxsport kräftig zugelegt und wiegt nun mit etwa 86 Kilo 14 Kilogramm mehr, als in seinem früheren Kampfgewicht. Derzeit müsste "Tito" im Cruisergewicht boxen. Vor wenigen Tagen sagte der Ex-Champion gegenüber einem lokalen Radiosender in Puerto Rico, dass er "sehr gerne eine Einladung seines Nachbars De La Hoya akzeptieren wird, solange es sich dabei um ein Hummeressen handelt." Gleichzeitig betonte er: "Ich gehe mit meinem Rücktritt sehr ernst um, und die Entscheidung war endgültig. Ich mag es nicht Spiele zu spielen."
Sollte Trinidad bei seinem Beschluss bleiben, könnte De La Hoya entweder auf den Ex-Weltmeister im Weltergewicht "Sugar" Shane Mosley, der ihm die andere Niederlage seiner Karriere beibrachte, oder gegen den derzeitigen WBC-Champion im Weltergewicht Vernon Forrest in den Ring steigen. In seinem letzten Kampf nahm er durch technischen K.o. in der elften Runde seinem Rivalen Fernando Vargas den WBA-WM-Gürtel im Halb-Mittelgewicht ab.
De La Hoya: Entscheidende Karriere-Momente
"Diese Kämpfe, den Vargas-Kampf mit eingeschlossen, sind die entscheidenden Momente in meiner Karriere", sagte De La Hoya, der in fünf verschiedenen Gewichtsklassen Weltmeister geworden ist. "Ich möchte, dass sie lohnend sind und möchte wirklich hart dafür kämpfen, dass ich meine Karriere an der Spitze beende."
Oscar De La Hoya stellt mit seinen Kampfbörsen sogar Box-Superstar Roy Jones in den Schatten und ist der bestverdienendste Boxer außerhalb des Schwergewichts. Für einen Kampf gegen Felix Trinidad könnte De La Hoya eine Summe von weit über zehn Millionen US-Dollar einstreichen. Man kann davon ausgehen, dass der "Golden Boy" beim Hummeressen versuchen wird, auch eine gewisse Summe aufzutischen, um dem Ex-Champion einen Rückkampf möglichst schmackhaft zu machen...