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Sonntag, 2002-07-07

Trinidad hört auf

Mit dem Karriereende von Felix Trinidad aus Puerto Rico verliert der Boxsport einen großen, charismatischen Athleten

Der frühere Weltmeister Felix "Tito" Trinidad aus Puerto Rico hat offenbar überraschend seine Karriere beendet, dies meldet die amerikanische Tageszeitung "USA Today" in ihrer heutigen Ausgabe. Am Dienstagabend hatte sich der Vater und Manager des 29-Jährigen Ausnahmeathleten Felix Trinidad Rodriguez noch mit Don King getroffen, um die Möglichkeiten für einen Rückkampf mit Mittelgewichtschamp Bernard Hopkins aus den USA auszuloten. Der Amerikaner hatte im September des vergangenen Jahres Trinidad die einzige Niederlage in dessen Profikarriere beigebracht.
"Tito hat seine Karriere gesund und mit einem brillianten Kampfrekord beendet. Und ich möchte Gott dafür danken, dass seine wirtschaftliche Zukunft gesichert ist, die ihm und seiner Familie Friede für den Rest seines Lebens garantiert", sagte sein Vater gegenüber "USA Today". Felix Trinidad erreichte 41 Siege, davon 34 vorzeitig und erlitt nur eine Niederlage. Er bestritt 21 Weltmeisterschaftskämpfe und war Weltmeister in drei verschiedenen Gewichtsklassen: Weltergewicht, Halb-Mttelgewicht und Mittelgewicht. Der wohl beste puerto-ricanische Boxer aller Zeiten begann seine Karriere 1990 mit 17 Jahren nach einer kurzen Amateurzeit, in der er 57 Kämpfe bestritten hatte.
Trinidad Senior soll nach dem Scheitern der Verhandlungen über den Rückkampf gegen Hopkins mit Don King auch über ein Duell von "Tito" gegen den WBA-Weltmeister im Super-Mittelgewicht Byron Mitchell verhandelt haben - offenbar ebenfalls ohne Ergebnis. Trinidad zog dafür einen Wechsel in die "Gewichtsklasse der Deutschen" in Erwägung. Im Super-Mittelgewicht boxen neben dem amtierenden Weltmeister der IBF, Sven Ottke, auch der frühere Champion Markus Beyer (derzeit Nummer eins der Weltrangliste des WBC) und auch Europameister Danilo Häußler, der ebenfalls ganz oben in den Ranglisten der Weltverbände platziert ist.
"Die einzigen Kämpfe die noch für ihn bleiben, könnten seiner Karriere nichts hinzufügen, aber sie würden ein Risiko für seine Gesundheit bedeuten", sagte sein Anwalt, Nicolas Medina. "Ich bin glücklich mit der Entscheidung", freute sich Trinidads Mutter Irma Garcia, "ich habe ihm immer gesagtdu musst eines Tages aufhören, damit du nicht noch von einen schlimmen Schlag getroffen wirst."
Wie ein letzter Versuch erscheint nun auch die Herausforderung von Trinidads Vater an die Adresse des überragenden Champions im Halbschwergewicht, Roy Jones noch vor wenigen Tagen: "Wenn Roy Jones gegen uns kämpfen möchte, würden wir ebenfalls gerne gegen ihn antreten", erklärte Trinidad Senior.