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Sonntag, 2007-05-20

Trainer trifft Fußballgott

Ulli Wegner bei Benefizspiel in Weimar

Das letzte freie Wochenende vor dem lange erwarteten Comeback von "King Arthur" Abraham ist für dessen Trainer ein ganz besonderes - auf dem Weg von der Sportschule Kienbaum nach Bamberg macht Erfolgscoach Ulli Wegner Zwischenstation im thüringischen Weimar. "Der Zeitplan eine Woche vor dem Kampf ist sehr eng", sagt der Trainer, "aber dieser Termin in Weimar ist nicht nur Ehrensache, sondern ein absolutes Muss!"

Trainer Ulli Wegner (r.) mit seinem Schützling Arthur Abraham (l.) (Foto: SE)
Im Stadion auf dem Lindenberg der Goethestadt treten am Sonntag ehemalige DDR-Fußballgrößen zu einem Benefizspiel gegen eine repräsentative Weimarer Stadtauswahl an. Der Erlös kommt dem UNICEF-Kinderhilfswerk-Projekt "Schulen für Afrika" zugute. Für die ehemalige Nationalmannschaft werden unter anderem Joachim Streich, Harald Irmscher, Jürgen Croy, Hans-Jürgen Dörner, Eberhard Vogel, Rüdiger Schnuphase und Paule Seguin antreten. Fußball-Fachmann Ulli Wegner, der ein hoffnungsvoller Spieler war, ehe er zum Boxen wechselte, verstärkt das Team und steht damit erstmals in einer Mannschaft mit dem Spieler, den er von allen am meisten verehrt: Peter Ducke.

Peter Ducke bestritt 68 Länderspiele für die DDR (Foto: SNAPS)
Der "Schwarze Peter", der im letzten Jahr seinen 65. Geburtstag feierte, bestritt 68 Länderspiele für die DDR und war der wohl kompletteste Spieler, den das Land je hervor gebracht hat. "Peter Ducke war mein absolutes Idol, ein Fußballgott!", schwärmt Wegner noch heute von den Qualitäten des Jenensers. "Seine Fans haben ihn geliebt, seine Gegner fürchteten ihn. Peter war ein überragender Akteur mit internationaler Klasse. Dass wir jetzt am Sonntag in einer Mannschaft zusammen spielen, ist eine sehr große Ehre für mich. Ich freue mich riesig auf das Match!"
Ob der Freizeitkicker Wegner neben den hochkarätigen Fußballgrößen auch genug Einsatzzeit bekommt, das muss Bernd Stange entscheiden. Der Ex-Nationaltrainer der DDR betreut die Traditionsmannschaft. Und Wegner ist gut vorbereitet: "Fußball gehört ohnehin zum regelmäßigen Trainingsprogramm mit meinen Jungs", erzählt der Coach. "Das haben wir zuletzt noch intensiviert."

Von Sven Ottke gab´s zum Geburtstag ein Paar Fußballschuhe (Foto: Wende)
Und auch das Schuhwerk für das große Spiel am Sonntag genügt höchsten Ansprüchen. Wegner wurde im April 65 Jahre alt. "Zur Feier kam als Überraschungsgast Sven Ottke extra aus Karlsruhe angereist", erzählt der Trainer. "Und er hat mir ein Paar nagelneue Töppen geschenkt. Svenni weiß immer noch genau, womit er mir die größte Freude macht."