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Dienstag, 2003-09-16

Trabant unterliegt Rivera

Michel Trabant unterliegt im Kampf um die WBA-Weltmeisterschaft

Der von Torsten Schmitz trainierte Michel Trabant (25) musste am Samstagabend in seiner Heimatstadt Berlin die erste Niederlage im 39. Kampf als Boxprofi einstecken. Im Ringgefecht gegen den Amerikaner Jose Antonio Rivera unterlag der deutsche Weltergewichtler um die vakante WBA-Weltmeisterschaft knapp nach Punkten. Der Japaner Takeshi Shimakawa (116:114) und der Schwede Mikkel Hook (116:111) sahen Rivera als Sieger. Octavio Rodriguez aus Panama hatte mit 114:114 ein Unentschieden gesehen.
Dabei begann Trabant gut und erarbeitete sich in der Anfangphase mit seiner Führhand leichte Vorteile. Im zweiten Durchgang kam Rivera aber auf und schickte seinen Kontrahenten Ende der Runde mit einer Rechten an den Kopf zu Boden. Danach machte der US-Athlet weiter Druck, doch in Runde vier kam Trabant stark auf und setzte selbst gute Treffer. Auch danach konnte sich der Weltergewichtler aus Berlin gut in Szene setzen. Die beste Phase hatte er dabei in der neunten Runde. Die letzten Durchgänge bestimmte dann aber wieder der 30-jährige Jose Antonio Rivera, der sich somit glücklich den 37. Sieg im 41. Profifight sicherte.
Grund zur Freude hatte hingegen Felix Sturm. Der Athlet aus Leverkusen, der erst durch die verletzungsbedingte Absage von Bert Schenk zu dieser WM-Chance kam, besiegte den Argentinier Hector Javier Velazco (30) aus Argentinien und wurde neuer WBO-Weltmeister im Mittelgewicht. Tom Miller aus den USA und Joachim Jacobsen aus Deutschland hatten den Schützling von Trainer Michael Timm mit 115:113 und 116:112 vorne gesehen. Hugo Peniche Barrera aus Mexiko sah den Titelverteidiger aus Südamerika mit 115:113 als Sieger.
In dem temporeichen Fight bestimmte zunächst der Argentinier trotz seiner Reichweitennachteile das Geschehen von der Ringmitte aus. Dabei begann Sturm in der Rechtsauslage, wechselte aber schon zum Ende der ersten Runde wieder. Der Herausforderer kam in der Folge zu den klareren Treffern, auch wenn der Titelverteidiger ständig Druck machte und in der Vorwärtsbewegung war. Ab der neunten Runde erarbeitete sich Velazco klare Vorteile, trotzdem hieß der umstrittene Sieger am Ende Felix Sturm. Der 24-Jährige erreichte im 19. Profifight den 19. Sieg. Hector Javier Velazco hat jetzt 29 Erfolge, drei Niederlagen und ein Unentschieden in seinem Kampfrekord zu Buche stehen.
Außerdem feierte der Weltergewichtler Steven Küchler im Berliner Estrel Convention Center nach längerer Verletzungspause sein erfolgreiches Comeback. Der 27-Jährige bezwang Virgil Meleg aus Rumänien einstimmig nach Punkten. Zuvor hatte der Norweger Geir Inge Jorgensen (24) im Leichtgewicht gegen den in Portugal lebenden Manuel Gomes einen einstimmigen Punktsieg erzielt. Im Halbschwergewicht kam der 24-jährige Däne Soren Engelbrecht nach 2 Minuten und 5 Sekunden der dritten Runde zu einem technischen K.o.-Erfolg gegen den in der Slowakei lebenden Patrik Prokopecz (20). In einem Mittelgewichtskampf der Amateure bezwang der Gifhorner Eduard Gutknecht den Berliner David Lubowicz nach Punkten.