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Donnerstag, 2006-08-10

Titelkampf für Sylvester

Hurrikan will WBA-Interconti-Titel


Hurrikan Sebastian Sylvester
Ex-Europameister Sebastian Sylvester greift nach dem Verlust seines EM-Gürtels in Juni in Hannover wieder an. Bei der Internationalen Profiboxgala des Sauerland-Teams am 26. August in der EWE Arena von Oldenburg wird der 26-jährige Berliner gegen den Franzosen Franck Mezaache um den vakanten Intercontinental-Titel der World Boxing Association (WBA) im Mittelgewicht kämpfen.
"Das ist nach der Niederlage im Juni eine große Chance für Sebastian, sich gleich auf der internationalen Bühne zurück zu melden", freut sich Trainer Hartmut Schröder. "Jetzt muss er zeigen, dass er den Rückschlag weg gesteckt hat und körperlich wie mental wieder voll da ist."
Vor einem Jahr hatte Sylvester dem Franzosen Morrade Hakkar mit einer überzeugenden Leistung den EM-Gürtel im Mittelgewicht abgenommen.

Sebastian Sylvester vs. Morrade Hakkar
Am 3. Juni hatte der gebürtige Greifswalder bei seiner zweiten Titelverteidigung gegen den Finnen Amin Asikainen eine Niederlage durch Technischen K.o. in der 8. Runde hinnehmen müssen. "Ich habe diesen herben Rückschlag analysiert und verarbeitet", sagt Sylvester. "Ich habe die Marschroute meines Trainers nicht durchgesetzt." Coach Hartmut Schröder kann dem nur zustimmen: "Wir hatten den Finnen und seinen Stil vorher genau studiert, waren top vorbereitet. Gerade und geschlossen hätte Sebastian boxen müssen, stattdessen hat er sich auf einen offenen Kampf eingelassen und prompt die Quittung bekommen."

Sebastian Sylvester im Training mit Hartmut Schröder
Nach ein paar Tagen Verarbeitungszeit hatte sich das Wiking-Boxteam um Manager Winfried Spiering, Sylvester und Schröder zusammengerauft und die Fehler des Kampfes analysiert. "Ab jetzt schauen wir nur noch vorn", verspricht Spiering, "unser Hurrikan greift wieder an. Die taktische Linie nicht umzusetzen ist anderen Boxern ja auch schon passiert", so Spiering in Anlehnung an die K.o.-Niederlage von Ex-Weltmeister Felix Sturm, der auch im Mittelgewicht boxt.

Wilfried Sauerland freut sich mit Sebastian Sylvester, Winfried Spiering und Hartmut Schröder
Das Training der letzten Wochen wurde von der Wiking-Trainingshalle an der East Side Gallery ins Max-Schmeling-Gym des Sauerland-Teams am Olympiastadion verlegt. "Da hatten wir durch die anderen Boxer mehr Gestaltungsmöglichkeiten", erklärt Schröder. So hat Sylvester beispielsweise bedingtes Sparring mit Weltmeister Markus Beyer absolviert. "Mit ihm zu trainieren bringt mich immer weiter", weiß der Mittelgewichtler.
Zuletzt hatte Sylvester Ende Juli in Wien einen Kampf gegen den Tschechen Petr Rykala klar durch technischen K.o. in der 3. Runde gewonnen. "Aber der Interconti-Kampf gegen den Franzosen Mezaache wird natürlich eine ungleich schwierigere Aufgabe", meint Schröder.
Zurzeit bereitet sich Sylvester in der Sportschule Kienbaum bei Berlin gemeinsam mit den anderen Sauerland-Kämpfern auf die Gala in Oldenburg vor. Den Kampf des Ex-Europameisters wird das Erste in voller Länge nach dem WM-Kampf von Arthur Abraham gegen Edison Miranda zeigen. Praktisch, dass auch