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Freitag, 2002-09-06

"Tiger"-Gegner siegessicher

Hall ist überzeugt vom seinem Sieg im Rückkampf gegen "Tiger"-Michalczewski

Am 14. September steigt Richard Hall aus Jamaika in Braunschweig zum Rückkampf gegen den WBO-Weltmeister im Halbschwergewicht Dariusz Michalczewski in den Ring. Am 15. Dezember des vergangenen Jahres wurde das erste Aufeinandertreffen in Berlin vom Ringrichter in der elften Runde zu Gunsten Michalczewskis abgebrochen, da Hall eine große Schwellung über dem Auge hatte. Allerdings kam das Ende des Kampfes zu diesem Zeitpunkt relativ überraschend, da Hall trotz seiner Schwellung mehrere gute Treffer landen konnte und dem Ringrichter erklärte, dass er weiterboxen wolle.
Über das Ende des Kampfes ärgert sich der 30-Jährige auch heute noch und schwört auf Rache. In der zehnten Runde glaubt Hall, sei er um die Chance eines vorzeitigen Endes gebracht worden, als er seinem 34 Jahre alten Kontrahenten mit einem schweren Körpertreffer die Luft nahm. Der Ringrichter habe daraufhin den Kampf aus für ihn unerfindlichen Gründen unterbrochen und Michalczewski damit eine Pause gegeben, in der er sich erholen und in die Rundenpause retten konnte, so Hall.
"Wenn man sich den Kampf noch einmal betrachtet, sieht man, dass alles mit mir in Ordnung war. Ich war nicht angeschlagen. Trotz meiner Verletzung konnte ich sehen. Ich hatte ein gutes Auge und ich habe Boxer kämpfen sehen, die in viel schlimmerer Verfassung als ich in diesem Kampf war, und weiterboxten. Ja, ich hätte weitermachen können. Ich war wirklich dabei in zu stoppen. In der zehnten Runde habe ich ihn mit einem schweren Körpertreffer erwischt und der Ringrichter trennte uns. Als wir wieder weiterboxten und ich ihn mit ein paar Treffern erwischte, rettete ihn der Gong. Man konnte in sein Gesicht sehen und erkennen, woran er war", sagte Hall gestern in einem Interview.

Hall: "Ich werde ihn in Rente schicken"
Der Jamaikaner glaubt trotz Heimvorteil für den WBO-Champ nicht, dass er Michalczewski bei diesem Mal ausknocken muss, um zu gewinnen. Auch wenn der Kampf über die volle Distanz gehen sollte, meint Hall, dass er gewinnen wird. Ein dritter Kampf werde seiner Ansicht nach nicht stattfinden, da Michalczewski nach seiner Niederlage die Boxhandschuhe an den Nagel hängen will. "Es wird keinen dritten Kampf geben, weil Michalczewski danach aufhören wird. Ich werde ihn in Rente schicken." Beim ersten Kampf habe Klaus-Peter Kohl, der Promoter des WBO-Champs, gesagt, dass wenn Michalczewski verlieren sollte, dieser seine Karriere beenden würde, da er schon genug Geld verdient habe.
Nach seinem prognostizierten Sieg will Hall einen weiteren Rückkampf bestreiten und zwar gegen keinen geringeren als gegen den Halbschwergewichtsweltmeister der IBF, WBA und WBC Roy Jones aus den USA. Vor gut zwei Jahren verlor er das erste Duell nach technischem K.o. in der elften Runde. Hall glaubt, dass es zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden kommen wird, wenn er mit dem WBO-Gürtel den einzigen WM-Titel besitzt, der Jones noch in seiner Sammlung fehlt.
Doch zuvor übte sich Hall schon einmal in der Vorfreude über den Sieg gegen Michalczewski, von dem er überzeugt ist: "Ich bin einfach nur glücklich, dass es einen neuen WBO-Weltmeister geben wird, und das wird Richardder Zerstörer Hall sein. Dieses war mein Traum, weit bevor ich mir das erste Mal Boxhandschuhe angezogen habe. Ich war ein kleines Kind, als ich den Kampf zwischen Ray Leonard und Marvelous Marvin Hagler im Fernsehen gesehen habe und als ich in dieser Nacht ins Bett ging, hatte ich den Traum, dass ich Weltmeister war." Ob der Traum Wirklichkeit oder zum Alptraum wird, wird sich am 14. September zeigen.