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Mittwoch, 2006-07-26

Sylvester vs. Rykala

Hurrikan greift wieder an

Ex-Europameister Sebastian Sylvester greift nach dem Verlust seines EM-Gürtels in Juni in Hannover wieder an. Am Freitag bestreitet der Mittelgewichtler in Wien gegen den Tschechen Petr Rykala einen Aufbaukampf, bevor er dann am 26. August in Oldenburg bei der Boxgala des Sauerland-Teams als zweiter Hauptkämpfer in den Ring steigen wird.

Sylvester und Hakkar
Am 3. Juni hatte der gebürtige Greifswalder bei seiner zweiten Titelverteidigung gegen den Finnen Amin Asikainen eine Niederlage durch Technischen K.o. in der 8. Runde hinnehmen müssen. "Ich habe diesen herben Rückschlag analysiert und verarbeitet", sagt der 26-Jährige. "Ich habe die Marschroute meines Trainers nicht durchgesetzt."

Trainer Hartmut Schröder

Coach Hartmut Schröder kann dem nur zustimmen: "Wir hatten den Finnen und seinen Stil vorher genau studiert, waren top vorbereitet. Gerade und geschlossen hätte Sebastian boxen müssen, stattdessen hat er sich auf einen offenen Kampf eingelassen und prompt die Quittung bekommen."
Nach ein paar Tagen Verarbeitungszeit hatte sich das Wiking-Boxteam um Manager Winfried Spiering, Sylvester und Schröder zusammengerauft und die Fehler des Kampfes analysiert. "Ab jetzt schauen wir nur noch vorn", verspricht Spiering, "unser Hurrikan greift wieder an. Die taktische Linie nicht umzusetzen ist anderen Boxern ja auch passiert", so Spiering in Anlehnung an die K.o.-Niederlage von Ex-Weltmeister Felix Sturm, der auch im Mittelgewicht boxt.
Das Training der letzten Wochen wurde von der Wiking-Trainingshalle an der East Side Gallery ins Max-Schmeling-Gym des Sauerland-Teams am Olympiastadion verlegt. "Da hatten wir durch die anderen Boxer mehr Gestaltungsmöglichkeiten", erklärt Schröder. So hat Sylvester beispielsweise bedingtes Sparring mit Weltmeister Markus Beyer absolviert. "Mit ihm zu trainieren bringt mich immer weiter", weiß der Mittelgewichtler.
Die Woche vor dem Kampf in Wien ist noch einmal hart für den Ex-Europameister. Trainer Schröder bat ins Trainingslager im Fichtelgebirge, und dort wird immer an der Kondition gearbeitet.
"Am Freitag erwarte ich einen klaren Sieg von Sebastian, alles andere zählt nicht", sagt Schröder. "Diesen Gegner hat er schon einmal besiegt, und das muss er jetzt untermauern. Wir wollen beweisen, dass wir uns von dem Rückschlag der Niederlage nicht umwerfen lassen."