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Donnerstag, 2006-12-21

Sylvester vs. Asikainen

Pech für Sebastian Sylvester! Das Wiedersehen mit Amin Asikainen muss um sechs Wochen verschoben werden. Wegen einer Handverletzung, die ein Sparring unmöglich macht, kann der Mittelgewichtler nicht wie ursprünglich geplant am 20. Januar gegen den Finnen kämpfen. Die Revanche soll nun am 3. März in Rostock steigen.
Dass er sich ausgerechnet in Kempten verletzen musste, ist für den Greifswalder besonders ärgerlich. Bei dem Kampfabend im Allgäu unterstrich er mit einem TKO-Sieg über Peter Mitrevski Junior seine starke Form. In der achten Runde schickte er den Australier mit einer harten rechten Geraden zu Boden und verteidigte somit seinen WBA Intercontinental Gürtel. In den nächsten Wochen wird er sich mit Lauftraining und Reha-Maßnahmen fit halten.

Vier Männer, ein Ziel: Wilfried Sauerland, Sebastian Sylvester, Winfried Spiering und Hartmut Schröder.
Anfang März hat dann das sehnsüchtige Warten auf Asikainen ein Ende. Bei der Internationalen Profiboxgala in der Stadthalle Rostock bekommt er den Skandinavier zum zweiten Mal vor die Fäuste. Das letzte Aufeinandertreffen Anfang Juni endete für den Greifswalder (24-2, 11 KOs) gleichermaßen überraschend wie enttäuschend. In Hannover verlor der "Hurrikan" seinen Europameisterschaftsgürtel durch TKO in der achten Runde. Seither kennt Sylvester im Training nur eine Motivation: "Er brennt auf die Revanche gegen Asikainen", weiß Manager Winfried Spiering. "Er ist ganz heiß und braucht den Rückkampf zur persönlichen Genugtuung." Doch Vorsicht – der Finne ist ein ganz harter Brocken. Alle seiner 19 Profikämpfe hat der 30-Jährige bisher gewonnen, 14 Mal siegte er dabei durch KO.

Sylvester brennt gegen Asikainen auf Wiedergutmachung.
Für Sylvester geht es bei dem zweiten Duell binnen neun Monaten schon um alles. Eine weitere Niederlage wäre ein herber psychologischer Schlag. Seit dem KO gegen Asikainen hat Sylvester keine Zeit verschwendet, an der Rückkehr in die Weltspitze zu arbeiten. Sieben Wochen später, Ende Juli, gewann er einen Aufbaukampf in Wien. Im September meldete er sich dann eindrucksvoll zurück. In Wetzlar besiegte der den Franzosen Franck Mezaache einstimmig nach Punkten und sicherte sich dadurch den vakanten WBA Intercontinental Gürtel.
Das Rematch mit Asikainen soll ohnehin nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach oben sein. "Langfristig ist unser Ziel, Weltmeister zu werden", stellt Spiering unmissverständlich klar. "Und Sebastian hat das Zeug dazu. Das hat er nicht zuletzt gegen Mitrevski bewiesen."

Im Juli 2005 schlug Sylvester Morrade Hakkar und wurde Europameister.
Am 16. Juli 2005 holte sich der damals 25-Jährige mit einem klaren Punktsieg über Morrade Hakkar die Europameisterschaft, die er zwei Mal erfolgreich verteidigen konnte, bis Asikainen seine Pläne durchkreuzte. "Die Scharte will ich unbedingt auswetzen", so Sylvester, "die Niederlage will mir nicht aus dem Kopf. Ich kann es kaum erwarten, noch einmal gegen ihn in den Ring zu steigen".