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28.09.2016
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Montag, 2003-12-15

Superlative in den USA

Promoter Don King präsentiert in den USA einen Kampfabend der Superlative

Am Samstag findet in der Boardwalk Hall in Atlantic City, US-Bundesstaat New Jersey, eine Boxgala statt, die an Höhepunkten schwer zu überbieten ist. Dabei stehen gleich acht Titelkämpfe auf dem Programm.
Hasim Rahman (35-4-1) gegen John Ruiz (38-5-1):
Weil der WBA-Weltmeister im Schwergewicht Roy Jones Jr. seinen letzten Kampf im Halbschwergewicht bestritt, entschied sich die World Boxing Association einen Interim-Weltmeister in der Königsklasse zu ermitteln. Dabei stehen sich mit dem 31-jährigen Hasim Rahman aus den USA und John Ruiz aus Puerto Rico zwei ehemalige Champions [Rahman WBC und IBF, Ruiz WBA; Anm. der Red.] gegenüber. "Ich glaube, dass ich als einer der neuen Stars aus der Schwergewichtsszene hervorgehen kann", gab sich der 31 Jahre alte Ruiz vor dem Aufeinandertreffen gegen den recht schnellen Rahman selbstbewusst. Der Sieger dieser Kampfpaarung soll in der Folge gegen den WBA-Titelträger Roy Jones Jr. kämpfen.
Wayne Braithwaite (19-0) gegen Luis Andres Pineda (17-3):
Im Fight um die WBC-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht bekommt es der 28-jährige Rechtsausleger Wayne Braithwaite mit Luis Andres Pineda zu tun. Eine Niederlage des WBC-Champions aus Guyana in diesem Fight wäre sicherlich eine Überraschung. Nach einem Erfolg hofft der Titelträger auf einen Kampf gegen Vassili Jirov aus Kasachstan. "Das wäre ein interessanter Fight", erklärte er. Jedoch sollte er sich zunächst auf seinen Kontrahenten aus Panama konzentrieren. Denn der gewann bei seinen 17 Erfolgen bereits 15-mal vorzeitig. Doch dies scheint der WBC-Champion zu wissen und lobt Pineda: "Er ist ein starker Puncher. Ich denke, dass sich die Zuschauer auf einen guten Kampf freuen können. Ich unterschätze ihn nicht. Aber egal was er zu bieten hat, ich bin darauf vorbereitet."
Bernard Hopkins (42-2-1) gegen William Joppy (34-2-1):
Mit Spannung wird das Ringgefecht im Mittelgewicht zwischen dem WBC- und IBF-Weltmeister sowie WBA-Super-Champion Bernard Hopkins und dem WBA-Titelträger William Joppy erwartet. Dabei darf man gespannt sein, wie sich der sehr erfahrene Amerikaner Hopkins, der in diesem Aufeinandertreffen favorisiert ist, mit seinen 38 Jahren gegen seinen stark eingeschätzten Landsmann präsentieren wird. Joppy, der für eine recht hohe Schlagfrequenz bekannt ist, könnte mit einem Erfolg endlich den ganz großen Durchbruch schaffen und aus dem Schatten seines Widersachers treten. Für den an Reichweite unterlegenen Joppy ist es der erste Fight in diesem Jahr. Deshalb hängt viel davon ab, wie gut der 33-Jährige nach der recht langen Ringabstinenz in den Kampf findet.
Ricardo Mayorga (26-3-1) gegen Cory Spinks (31-2):
In dem Fight zwischen WBC-Weltmeister und WBA-Super-Champion Ricardo Mayorga (30) und Cory Spinks geht es gleich um drei WM-Gürtel. Im Vorfeld der Auseinandersetzung ist der punchstärkere Mayorga aus Nicaragua dabei für viele Boxsportexperten favorisiert. Doch auch der in der Rechtsauslage boxende Spinks weiß durch seine boxerischen Fähigkeiten und schnellen Hände zu überzeugen. Seinen IBF-Gürtel erkämpfte er gegen Michele Piccirillo sogar in Italien, also in der Ferne. Doch ob die Fähigkeiten des 25-jährigen Spinks ausreichen, sich gegen Mayorga durchzusetzen, darf zumindest bezweifelt werden. "Spinks wird merken, wie stark ich bin. Ich werde ihn ausknocken", kündigte "El Matador" Mayorga deshalb auch im Vorfeld an.
Zab Judah (29-1) gegen Jaime Rangel (29-4-1):
Der WBO-Weltmeister im Halb-Weltergewicht Zab Judah trifft bei seiner Titelverteidigung auf den hart schlagenden Jaime Rangel (31). Der bei Don King unter Vertrag stehende Athlet aus New York sollte die größeren boxerischen Fähigkeiten besitzen. Interessant wird sein, wie sich die beiden Konkurrenten auf die jeweilige Rechtsauslage des Gegners eingestellt haben. Der 26-jährige Judah will jedenfalls gegen seinen kolumbianischen Herausforderer beeindrucken. "Mein Ziel ist es, in die Arena zu gehen und allen die Show zu stehlen. Ich bin bereit", erklärte er vor dem Aufeinandertreffen. Sein großes Ziel sei weiterhin ein Rematch mit Kostya Tszyu fuhr der Amerikaner fort.
Alejandro Garcia (27-0) gegen Travis Simms (22-0):
Nicht einfach dürfte die Aufgabe für den mexikanischen WBA-Champion im Halb-Mittelgewicht Alejandro "Terra" Garcia (24) werden. Er steht am Samstag dem ungeschlagenen Travis Simms im Ring gegenüber. "Natürlich bin ich aufgeregt, aber gleichzeitig bin ich auch konzentriert. Ich fühle, dass ich am 13. Dezember Weltmeister werde", äußerte sich der 32-jährige Herausforderer entsprechend selbstbewusst, "ich weiß, dass ich auf einer Reise bin. Und ich habe natürlich Ziele, die ich erreichen will. Nichts kann mich dabei stoppen." Trotzdem weiß der in der Rechtsauslage boxende Herausforderer um die Stärken des Titelverteidigers: "Er ist ein wenig defensiver und wartet darauf, dass man die Deckung öffnet, um dann seinen Punch zu landen."
Luis Alberto Perez (21-1) gegen Felix Machado (23-4-1):
Im Fight um die IBF-Weltmeisterschaft im Super-Fliegengewicht trifft der Titelverteidiger Luis Alberto Perez aus Nicaragua auf Felix Machado aus Venezuela. Dabei handelt es sich um ein Rematch zwischen beiden Athleten, denn im Januar hatte der 25-jährige Rechtsausleger Perez überraschend in Washington, USA, Machado den WM-Gürtel abgenommen. Auch der 31-jährige Herausforderer boxt in der Rechtsauslage. Somit darf man gespannt sein, welchen Verlauf dieser Fight am Samstag nehmen wird.
Rosendo Alvarez (32-2-1) gegen Jose Victor Burgos (35-13-2):
Auch in dieser Auseinandersetzung geht es nicht nur um einen Titel. Der 33-jährige Alvarez ist Titelträger im Halbfliegengewicht beim Weltverband WBA. Der Mexikaner Burgos (29) hält den Gürtel der IBF. Der WBA-Weltmeister ist für seinen guten Punch bekannt und geht in der Regel sehr offensiv in seine Kämpfe. Sein großer Erfahrungsschatz half ihm häufig in seinen Ringgefechten. Der IBF-Champion Burgos hatte in der Vergangenheit schon öfter mit starken Konkurrenten Schwierigkeiten und hat somit nicht umsonst schon 13 Niederlagen in seinem Kampfrekord zu Buche stehen. Deshalb dürfte sein an Reichweite überlegener Kontrahent leicht favorisiert in dieses Aufeinandertreffen gehen.