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Freitag, 2008-10-10

Sturmböe Richtung Hurrikan

Trotz Verbalattacke: Sebastian Sylvester bleibt ruhig

Am 1. November fordert der 28-jährige WBA-Weltranglistenerste Sebastian Sylvester (31 Profikämpfe, 29 Siege) den amtierenden Champion der World Boxing Association Felix Sturm (33 Profikämpfe, 30 Siege, 1 Unentschieden) heraus. Am frühen Dienstagnachmittag trafen sich die beiden Kontrahenten - etwa einen Monat vor ihrem Fight - im Centro Oberhausen zu einer Pressekonferenz. Dabei ging es verbal schon mal ganz schön zur Sache.

Sebastian Sylvester fordert am 1. November Felix Sturm heraus (Foto: SE)
Sebastian Sylvester wirkte sehr gelassen. "Ich bin sehr gut vorbereitet. Alles andere werden wir am 1. November sehen", kündigte der "Hurrikan" aus Greifswald an. Da schien Felix Sturm schon ein bisschen aufgeregter. Er zeigte mit seinem Finger auf sein Herz, sein Kinn und seinen Kopf und sagte mit Blickrichtung auf das gegnerische Team: "Ein großer Champion braucht keine große Klappe. Zu einem guten Boxer gehören Herz, Mut und der Kopf. Aber Verstand und Niveau ist bei denen nicht vorhanden."

Felix Sturm will den WBA-Titel am 1. November verteidigen (Foto: UBP)
"Adnan, du hast schon als Amateur die gleichen dummen Sprüche gemacht. Ich kann dir nur raten, am 1. November einen ganz warmen Mantel anzuziehen, da du danach lange liegen wirst", hielt Sylvester-Coach Hartmut Schröder gleich dagegen. Und Sylvester-Manager Winfried Spiering wies darauf hin, dass man sich Adnan Catic bereits vor fünf Jahren als Gegner für den damaligen Internationalen Deutschen Meister Sylvester gewünscht habe, doch dieser Fight nie zustande gekommen sei.

Hartmut Schröder, der Coach von Sebastian Sylvester (Foto: SE)
"Er ist uns immer aus dem Weg gegangen. Doch jetzt kommt es endlich zu diesem Duell. Dass es dabei um die Weltmeisterschaft geht, ist umso besser", sagte Spiering zum Aufeinandertreffen in der König-Pilsener-ARENA in Oberhausen. Da Catic das Flaggschiff des Universum-Boxstalls sei, habe man bereits ein großartiges Motto für den WM-Kampf im Mittelgewicht gefunden. "Das heißt jagen, rammen und versenken – wie es sich für einen Wikinger gehört", verriet der Manager.

Winfried Spiering kennt den Titelverteidiger aus der Amateurzeit (Foto: SE)
Auf die Frage eines Journalisten, weshalb er den WBA-Weltmeister mit Adnan Catic und nicht mit Felix Sturm ansprechen würde, antwortete er: "Wir kennen Adnan schon aus seiner Amateurzeit und schätzen ihn als Boxer - wie er als Mensch ist, steht auf einem anderen Blatt Papier. Und nur weil er sich jetzt einen Künstlernamen zugelegt hat, müssen wir ihn doch nicht anders nennen. Wir nennen Sebastian Sylvester ja auch Sebastian und nicht Herrn Hurrikan."

Ließ sich nicht provozieren: der Greifswalder Sebastian Sylvester (Foto: SE)
Sebastian Sylvester selbst blieb hingegen weiter ruhig und gelassen. Auch dass Felix Sturm am Ende der Pressekonferenz das obligatorische gemeinsame Foto verweigerte und es vorzog, sich von den Fotografen alleine ablichten zu lassen, brachte ihn nicht aus der Fassung. Im Gegenteil, der Mittelgewichtler aus Mecklenburg-Vorpommern will sich gar nicht von solchen Sticheleien ablenken lassen und am 1. November in Oberhausen zeigen, dass er reif für den Gewinn des WM-Titels ist.