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Dienstag, 2004-06-22

Sturm wird Nummer 1

WBO lehnt Protest von Sturm ab, Sturm wird aber Nummer 1

Die WBO hat den vom Anwalt von Felix Sturm eingebrachten Antrag auf ein sofortiges Rematch gegen Oscar De La Hoya abgelehnt.
Die WBO hat die Punktrichter in Schutz genommen und von jeder Vermutung der Einflussnahme von Seiten Dritter freigesprochen. Das Kampfgericht, so die Begründung, war sehr erfahren; ihnen war bewusst, dass ihre Wertung, wie bei den meisten anderen Kämpfen, positive oder negative Konsequenzen für die Boxer nach sich ziehen kann.
Auch wurde der zweite vorgebrachte Kritikpunkt, dass nämlich die Schlagstatistik zu Gunsten von Sturm war und deswegen er den Kampf gewonnen haben müsste, als irrelevant abgelehnt. Professionelle Boxkämpfe, so heisst es in der Begründung, werden auf Basis von Effektiver Aggression, Effektiver Verteidigung und dem Generellen Ringgeschehen gepunktet. Punchstatistiken fussen selbst auf dem subjektiven Empfinden des Menschen, der sie bedient. Und vor allem, Punchstatisiken werten nur die Quantität und nicht die Qualität der Schläge und nehmen keine Rücksicht auf das System "10 points must per round".
Es wurde positiv festgestellt, dass die Wertungen der Punktrichter erstaunlich einheitlich waren, und jeder der drei judges in jeweils einer Runde von dem Ergebnis der anderen beiden abwich, und zwar in der zweiten, der siebten und in der achten Runde. Das gerade dies der Anlass zur Beschwerde war, wurde allerdings übersehen.
Im Ergebnis möchte die WBO kein direktes Rematch anordnen, da dies nur in äußerst umstrittenden Fällen geschehen sollte. Es ist Sache der Punktrichter, Kämpfe vor Ort und sofort zu entscheiden und nicht die Sache von Ausschüssen. Ansonsten könnte man auf Punktrichter ganz verzichten. Stattdessen soll Sturm nun die Nummer 1 Position bei der WBO erhalten, sowie die Möglichkeit, Antrag auf Pflichtherausforderung zu stellen.
Felix Sturm steht aber weiterhin die Möglichkeit offen, gegen die Entscheidung Beschwerde einzulegen.