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Montag, 2004-06-07

Sturm verliert WBO-Titel

Felix Sturm schlägt sich bei der Niederlage gegen Oscar De La Hoya wacker

Auch wenn Felix Sturm in der Nacht von Samstag auf Sonntag den WBO-Gürtel im Mittelgewicht nicht verteidigen konnte, so kann er erhobenen Hauptes auf dem WM-Fight gegen Oscar De La Hoya zurück blicken. Der 25-Jährige bot im MGM Grand in Las Vegas, US-Bundesstaat Nevada, im Aufeinandertreffen gegen den "Golden Boy" aus den USA eine gute Leistung und unterlag umstritten nach Punkten.

Zunächst präsentierte sich De La Hoya in dem Ringgefecht schnell, aggressiv und mit einer hohen Schlagfrequenz. Immer wieder attackierte der 31-Jährige mit linken und rechten Haken den Körper von Sturm. Doch dieser nutzte seine Reichweitenvorteile und hielt meist mit seiner Linken dagegen. Dabei kam der Leverkusener selbst zu guten Treffern und wirkte häufig effektiver als sein Kontrahent.
Mit fortlaufender Dauer diktierte der taktisch sehr klug eingestellte Sturm das Tempo in dem Kampf. Ein linker Haken des von Michael Timm trainierten Athleten führte in der siebten Runde dazu, dass De La Hoya aus der Nase blutete. Die harten Konterschläge des Leverkuseners fanden immer wieder ihr Ziel und stellten seinen amerikanischen Gegner mehrmals vor Probleme.
Trotzdem sahen alle drei Punktrichter am Ende Oscar De La Hoya mit jeweils 115:113 vorne. Der "Golden Boy" kam damit in der sechsten Gewichtsklasse zu WM-Ehren. Seine Bilanz als Profiboxer weist jetzt 37 Siege aus 40 Profikämpfen aus.
Der siegreiche De La Hoya zeigte sich nach dem Erfolg selbstkritisch. "Alles lief falsch - alles. Ich bin von meiner eigenen Leistung enttäuscht. Ich habe im Vorfeld so hart trainiert. Aber als ich in den Ring stieg, war davon nichts mehr zu sehen. Ich habe Felix Sturm ganz offensichtlich unterschätzt", gestand der neue WBO-Weltmeister im Mittelgewicht ein.
Felix Sturm entgegnete: "Ich habe hier heute mein Bestes gegeben und bin der Ansicht, dass ich diesen Kampf gewonnen habe. Ich bin der wahre Champion. De La Hoya wurde wegen seines großen Namens zum Sieger erklärt", sagte der Leverkusener. Der Ex-Champion musste im 21. Profikampf die erste Niederlage hinnehmen.