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Sonntag, 2002-05-19

Stunde der Wahrheit

IBF-Intercontinental-Meisterschaft im Schwergewicht am 1. Juni in Nürnberg: Timo Hoffmann vs. Ross Di Marco Puritty, Vorbericht von Matchmaker Jean-Marcel Nartz

1997 begann unter dem Management von Wilfried Sauerland die Karriere des Eislebeners Timo Hoffmann, der zweimal Deutscher Amateurmeister war. Trainer Ulli Wegner baute den sensiblen Hoffmann vorsichtig auf, führte ihn zur Internationalen und "nationalen" Deutschen Meisterschaft im Schwergewicht und bis zur Europameisterschaft, die der 27 Jahre alte Hoffmann ehrenvoll nach Punkten gegen Exweltmeister Vitali Klitschko verlor.
Bedingt durch die Tatsache, dass Hoffmanns Lebensgefährtin Annette in Halle/ Saale die Beamtenlaufbahn als Kommissarin begonnen hat und nicht nach Köln versetzt werden konnte, wurde Timo in Köln immer unzufriedener, zumal er im Schatten der Weltmeister Sven Ottke und Markus Beyer stand. Mit der rheinischen Mentalität konnte der Mann aus Sachsen-Anhalt sich nicht so recht identifizieren. So ging er im Jahre 2001 zurück in seine Heimat und trainierte fortan beim ehemaligen Maskecoach Manfred Wolke.
Dieser Wechsel scheint Hoffmann gut getan zu haben, denn er machte körperlich große Fortschritte, verbesserte seine linke Führhand und disziplinierte seine labiles Deckungsverhalten. Das Come Back gelang am 1. Dezember gegen Troy Weida, der in der ersten Runde gestoppt wurde. Es folgte am 16. März in Magdeburg der Abbruchsieg in der ominösen 7. Runde gegen Kohlschützling Balu Sauer, der zugleich den Gewinn der Internationalen Deutschen Meisterschaft und der IBF-Intercontinental-Meisterschaft bedeutete. In Nürnberg muss er nun beweisen, dass er sich weiter verbessert hat und wirklich in die Weltspitze gehört.
Gegner ist der 35 Jahre alte Ross Purrity, der seit 1989 Profi ist und seitdem 46 Kämpfe bestritten hat, von denen er 28 gewann, 3 Unentschieden gestaltete und 15 verlor. Die Niederlagen waren gegen Fighter aus der Weltrangliste, wobei er noch nie ausgeknockt wurde. Vorzeitige Siege gegen Wladimir Klitschko, Jorge Gonzales, Joe Hipp und Ronnie Brooks, sowie das schmeichelhafte Unentschieden gegen WBO-Exweltmeister und "Ex-Rockystar" Tommy Morrison, sagen deutlich aus, dass Timo Hoffmann sich am 1. Juni auf die Stunde der Wahrheit mental vorbereiten muss.