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Montag, 2010-05-31

Stunde der Wahrheit für Weber

Henry Weber (l.) boxt in Neubrandenburg (Fotos: SE und Photo Wende)

Für den Stralsunder und seinen Gegner Kliusa steht eine Menge auf dem Spiel!

Wenn am 5. Juni im Jahnsportforum Neubrandenburg wieder der Faustkampf regiert, dann gibt es gleich eine Vielzahl von Gründen, um live dabei zu sein. Für die Boxfans aus Mecklenburg-Vorpommern stehen natürlich die Kämpfe der Lokalmatadore im Vordergrund. Einer davon ist der IBF-Weltmeister Sebastian Sylvester (gegen Roman Karmazin), ein weiterer der Greifswalder Thomas Troelenberg (gegen Mariusz Cendrowski). Doch auch der Stralsunder Henry Weber ist mit von der Partie. Und gerade auf den jüngsten Fighter der drei "Mecklenburger-Musketiere" wartet ein ganz, ganz schwerer Kampf.

Weber, der bereits im Alter von 18 Jahren Berufsboxer wurde, bestritt bisher elf Profikämpfe. Die ersten zehn gewann er. Doch im April letzten Jahres reichte es in Düsseldorf gegen Jürgen Doberstein nur zu einem Unentschieden. Der inzwischen in Berlin-Hellersdorf trainierende Super-Mittelgewichtler orientierte sich neu. In diesem Jahr wechselte er zu Coach Otto Ramin, den er aus früheren Zeiten in Schwerin kannte. Dennoch ist eine Sache klar: Nach dem Unentschieden im Jahr 2009 soll und muss beim Debüt mit dem neuen Trainer unbedingt ein Sieg her.

Gleiches gilt aber auch für den 23-jährige Vasyl Kliusa. Der Ukrainer hat bisher 13 Profifights auf seinem Konto. Elfmal gewann der in Kiew lebende Kämpfer. Ein Ringgefecht endete ohne Wertung. Doch ausgerechnet im letzten Kampf, im Oktober 2009 in Wien gegen den Ungarn Vilmos Balog, hagelte es um den WBC Mediterranean-Titel eine knappe Punktniederlage. Wenn der frühere WBC-Junioren-Weltmeister wieder auf der Erfolgsleiter nach oben steigen will, darf er sich also ebenfalls auf gar keinen Fall eine weitere Niederlage erlauben.

"Kliusa ist ein verdammt starker Boxer. Er geht nach vorne, übt Druck aus und hat eine gute Kondition. Ihm wird auf keinen Fall die Luft ausgehen", weiß Weber um die Stärken des Kontrahenten. Doch auf der anderen Seite ist gerade in Neubrandenburg der Anreiz riesig, den Ukrainer zu schlagen. "Es werden viele Fans aus Stralsund ins Jahnsportforum kommen. Und auch die anderen Zuschauer werden lautstark hinter mir stehen. Deshalb freue ich mich auf den Kampf. Ich empfinde das nicht als Druck. Im Gegenteil - das motiviert ungemein."

Weber machte im Vorfeld des Fights auch ein paar Schwächen beim Gegner aus. "Er ist manchmal schon recht offen. Deshalb glaube ich auch gegen einen so guten Mann an den Sieg. Zu Hause verliere nicht - daran werde ich alles setzen", verspricht der Deutsche. Dass er seit über einem Jahr nicht mehr im Ring gestanden hat, bereite ihm keine Sorgen. "Ich war eigentlich regelmäßig im Training, also sollte es konditionell keine Probleme geben. In der Vorbereitung haben wir an der Beinarbeit und an den Bewegungsabläufen gearbeitet. Das wird sich auszahlen!"

Eintrittskarten für die Boxgala am 5. Juni sind über die Tickethotline 01805 / 57 00 44 (€ 0,14 / min, Mobilfunkpreise max. € 0,42 / min) und bei www.eventim.de erhältlich.