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Dienstag, 2004-05-18

Streit um Klitschko-Sperre

Die Ringrückkehr von Wladimir Klitschko scheint sich zu verzögern

Mehr als ein Monat ist seit der technischen K.o.-Niederlage von Wladimir Klitschko gegen Lamon Brewster vergangen. Doch noch immer sorgt der Fight in Las Vegas für Zündstoff. Denn der Bund Deutscher Berufsboxer hat den Schwergewichtler aufgrund seiner vorzeitigen Niederlage in der fünften Runde mit einer sechsmonatigen Schutzsperre bis zum 10. Oktober belegt.
"Prof. Dr. Walter Wagner aus Bayreuth hat so entschieden. Die Sperre gilt weltweit", erklärte BDB-Präsident Dr. Bodo Eckmann aus Hamburg die Situation, "dies geschieht aus reiner Vorsicht und ist nach einer derartigen Niederlage üblich." Damit wäre die für September geplante Ringrückkehr von Wladimir Klitschko erst einmal auf Eis gelegt.
Die Entscheidung des Verbandes scheint jedoch die Streitigkeiten zwischen Promoter Klaus-Peter Kohl und dem ukrainischen Schwergewichtler und dessen Bruder, WBC-Weltmeister Vitali Klitschko, neu entfacht zu haben. Denn die beiden Athleten haben ihren Vertrag mit Kohl zum 4. Mai gekündigt.

"Diese Sperre ist rechtswidrig. Die Satzung des BDB gibt sie nicht her", äußerte sich der Rechtsanwalt der beiden Schwergewichtler Sebastian Cording diesbezüglich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die beiden Brüder ziehen nun in Erwägung, eine ausländische Boxlizenz zu beantragen. Damit könnte der 28-jährige Wladimir Klitschko die Sperre vermutlich umgehen.
"Kohl ist laut Managervertrag verpflichtet, die Interessen der Boxer wahrzunehmen. Aber er versucht auf Teufel komm raus, die eigenen Interessen durchzusetzen und mit aller Macht Geld zu verdienen", fuhr Cording im Gespräch mit der dpa fort. Der Rechtsanwalt glaubt demnach, dass Promoter Klaus-Peter Kohl den Athleten Wladimir Klitschko in dieser Sache nicht ausreichend vertreten habe.
Bei der Universum Box-Promotion sieht man die Dinge aber zunächst einmal gelassen. "Den Brief [Vertragskündigung; Anm. der Red.] haben wir bereits vor einigen Tagen bekommen. Allerdings ist das juristisch derzeit nicht von Belang, da wir uns ja sowieso immer noch in einem schwebenden Verfahren befinden", sagte der Pressesprecher Christoph Rybarczyk in dieser Angelegenheit am Montag dem Sport-Informations-Dienst (sid).