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Montag, 2002-01-21

Starke Nehmerqualitäten

Trainer Jürgen Meyer charakterisiert seinen Schützling, Oktay Urkal spricht über seine Form

Oktay Urkal wird zukünftig für Sauerland Event in den Ring steigen. Gute Kontakte zum Sauerland-Team bestanden eigentlich schon immer. Ulli Wegner trainierte Oktay Urkal schon während seiner Amateurzeit und auch zu Sven Ottke und Markus Beyer bestehen aus dieser Zeit gute Beziehungen. So freut sich das neue Teammitglied auch schon auf die Zusammenarbeit. "Mit Ulli Wegner war es eine sehr erfolgreiche Zeit und auch Cengiz Koc ist ein alter Bekannter."
Neu ist diese Situation natürlich auch für Urkals Trainer Jürgen Meyer, der sich ebenfalls auf die neue Zusammenarbeit freut. Meyer wird den 32-jährigen Oktay Urkal weiterhin in Berlin betreuen und kennt den Halbweltergewichtler sehr genau. "Es ist wirklich eine Freude, Oktay zu trainieren. Wir werden zunächst einmal auf seinen Fight gegen Tszyu zurückblicken und den kompletten Kampf noch einmal analysieren. Ziel ist, die Handlungen von Oktay noch perfekter zu bringen", antwortete Meyer auf die Frage, woran er in den nächsten Wochen mit seinem Schützling arbeiten werde.
"Er hat sich durch seinen Fleiß eine gute Ausgangsposition erarbeitet, deren Grundlagen wir schon in der Amateurzeit gemeinsam mit Ulli Wegner gelegt haben. Amateur- und Profiboxen sind zwei völlig verschiedene Welten. Mittlerweile ist Oktay ein Spitzenprofiboxer, der natürlich auch ein tägliches Spitzentraining braucht. Seine Explosivität hat ihn zu einem attraktiven Angriffsstil geführt. Diesen gilt es jetzt zu verfeinern und über die Rundenzahlen zu stabilisieren. Dazu gehört auch mentale Arbeit. Am Ende werden dann alle antrainierten Fertigkeiten zusammengeführt, so dass Oktay zukünftig noch explosiver, konstanter und perfekter auftritt, dabei aber natürlich trotzdem locker ist", fuhr der Trainer fort.
Zu den herausragenden Eigenschaften seines Schützlings zählt Jürgen Meyer seine Nehmerqualität. "Wenn man bedenkt, wie stark Oktay bei seinem WM-Kampf in den letzten zwei Runden gegen Konstantin Tszyu trotz eines Kieferbruches aufgetreten ist, dann muss man wirklich vor diesen Nehmerqualitäten den Hut ziehen." Oktay Urkal, der nach dem Kampf erst von einem Journalisten überredet werden musste, überhaupt ins Krankenhaus zu fahren, meinte dazu: "Es ist, als wenn Dir bei jeder Bewegung einer einen Golfschläger ins Gesicht schlägt. Ich wollte aber meiner Familie nicht antun, mich am Boden zu sehen. Die amerikanischen Zuschauer hätten so etwas einem Europäer vorher sicherlich nicht zugetraut und so gab es dann nach dem Kampf Ovationen für mich, so dass ich auf jeden Fall als moralischer Sieger den Ring verlassen habe."
Auf seine zukünftigen Ziele angesprochen meinte der Schützling von Trainer Jürgen Meyer: "Als erstes werde ich am 9. März in Frankfurt (Oder) boxen. Ich freue mich schon sehr darauf, schließlich habe ich sehr gute Erinnerungen an Frankfurt (Oder) aus meiner Amateurzeit. Außerdem liegt die Oderstadt nicht weit von Berlin, so dass viele Fans und Freunde sicherlich auch dort sein werden. Danach will ich wieder um den Europameisterschaftstitel boxen. Langfristiges Ziel ist ein WM-Kampf."
Seine derzeitige Form bezeichnet Oktay Urkal als "sehr gut". "Ich trainiere mit meinem Trainer Jürgen Meyer in Berlin. Ich habe mein Normalgewicht schon fast wieder erreicht, obwohl ich bisher kein Sparring gemacht habe und man dabei das meiste Gewicht verliert. Das Training macht mir sehr viel Spaß. Ich habe mich körperlich immer fit gehalten und sehr viel Krafttraining gemacht. Ich werde in Frankfurt (Oder) hundertprozentig fit sein."