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Freitag, 2002-11-22

Sperre für Vargas

Strafe für den Ex-Champion im Halb-Mittelgewicht

Der frühere Weltmeister der WBA im Halb-Mittelgewicht Fernando Vargas ist von der Boxkommission des US-Bundesstaates Nevada für neun Monate gesperrt worden. Zusätzlich muss der 24-Jährige eine Strafe von 100.000 US-Dollar bezahlen. Vargas war nach seiner Niederlage gegen Oscar De La Hoya am 14. September in Las Vegas der Einnahme verbotener Substanzen überführt worden. Der Ex-Champion im Schwergewicht, Mike Tyson, war bei der Urteilsverkündung anwesend, um Vargas zu unterstützen.
Der Boxer aus Los Angeles führte den Nachweis des verbotenen anabolen Stereoids Stanozol auf die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zurück, die ihm sein Ernährungsberater in der Vorbereitung auf den Kampf gegen den "Golden Boy" verabreicht hatte. Die Doping-Substanz erlangte schon 1988 bei den Olympischen Spielen von Seoul traurige Berühmtheit, als der 100-Meter-Sprinter Ben Johnson der Einnhame überführt wurde.
"Ich lebe und sterbe in diesem Ring. Ich möchte nicht, dass die Menschen jemals glauben, dass ich jemals so etwas benötigt hätte", sagte Vargas in einer zweistündigen Anhörung vor der Kommission. Er habe nicht wissentlich die Substanz eingenommen. Mit dem Urteil kann Vargas frühestens am 15. Juni 2003 wieder in den Ring in Nevada zurückkehren.
"Es war ein unbewusster Fehler. Er ist noch naiv", sagte Mike Tyson nach der Verhandlung. "Hoffentlich wird er daran wachsen." Und Vargas gestand metaphorisch seine Schuld ein: "Ich beschuldige niemanden außer mir. Am Ende des Tages bin ich schließlich der Kapitän auf meinem Schiff."
Erst vor wenigen Tagen traf er sich noch mit seinem Rivalen Oscar De La Hoya, um sich nach dem hasserfüllten Duell mit dem Titel "Bad Blood" die Hände zu reichen und über einen möglichen Rückkampf zu sprechen (boxen.com berichtete am 14.11.). Der Kampf im September war das lukrativste Nicht-Schwergewichtsduell aller Zeiten. Vargas verdiente dabei etwa zehn Millionen US-Dollar.