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Sonntag, 2003-10-05

Smith: Bittere Niederlage

Stephen Smith verliert gegen Ricky Hatton im Kampf um den WBU-Titel

Der Weltmeister des unbedeutenden Weltverbandes WBU im Halb-Weltergewicht Ricky Hatton aus Großbritannien hat in der MEN Arena in Manchester vor 9.000 Zuschauern sein Titel gegen seinen Landsmann Stephen Smith verteidigt. Der Kampf hatte ein kurioses Ende, denn Ringrichter Mickey Vann beendete das Duell in der zweiten Runde durch Disqualifikation, da Smiths Trainer und Vater Darkie in den Ring ging, um sich über einen angeblichen Ellenbogenstoß von Hatton zu beschweren.
Schon in der ersten Runde erwischte der 23-jährige Hatton, der ein hohes Tempo vorlegte, seinen 29-jährigen Kontrahenten mit einer rechten Geraden – Smith ging zu Boden. Auch in der zweiten Runde musste der Athlet, der von 1994 bis 1997 im Sauerland-Team in Deutschland boxte, nach einigen Kombinationen auf den Körper wieder zu Boden. Als er wieder aufstand, öffnete sich ein Cut über seinem rechten Auge und Smith monierte, dass seine Verletzung durch einen Schlag von Hattons Ellenbogen zustande gekommen sei.
Spätere Zeitlupenaufnahmen zeigten, dass der Stoß unabsichtlich war und dadurch zustande kam, weil sich Smith in einen Clinch hineingeduckt hatte. Nach der Verletzung seines Sohnes stieg Darkie Smith, der frühere Trainer der Europameister Zjelko Mavrovic und Torsten May im Sauerland-Team, während der Runde in den Ring und diskutierte mit dem Ringrichter etwa 30 Sekunden lang über den Vorfall. Dieser beendete den Kampf durch Disqualifikation, da es dem Trainer laut Regelwerk nicht erlaubt ist, während der Runde den Ring zu betreten.
Hatton blieb damit auch in seinem 30. Kampf weiter ungeschlagen. In der WBO Weltrangliste liegt er auf Rang eins, beim WBC auf zwei und bei der WBA auf Rang drei der Weltrangliste in der Gewichtsklasse, in der auch der frischgebackene Europameister Oktay Urkal aus Berlin boxt. Hatton möchte nun im kommenden Jahr wie sein Konkurrent Urkal gegen den uneingeschränkten Weltmeister Kostya Tszyu aus Russland in den Ring steigen.
Für Smith war dies erst die zweite Niederlage in seiner Profikarriere. 31-mal verließ er den Ring als Sieger. Dabei bestritt er mit 16 Ringduellen knapp die Hälfte seiner Kämpfe in Deutschland. 1996 wurde er gegen Sentürk Özdemir Internationaler Deutscher Meister im Super-Federgewicht.