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Montag, 2010-03-01

Simms prüft Frenkel

Cruisergewichtler Alexander Frenkel (Fotos: Winfried Mausolf)

Wegner-Schützling will gegen frühereren Amateur-Weltmeister den nächsten Sieg einfahren

21 Siege aus 21 Profikämpfen hat er bereits zu Buche stehen. 17 seiner bisherigen Gegner erlebten nicht den Schlussgong der letzten Runde. Es ist also nicht verwunderlich, dass Alexander Frenkel inzwischen auch in den Weltranglisten der führenden Boxweltverbände in den Top-15 vertreten ist. Bei der IBF belegt er inzwischen Platz zwölf, beim Verband WBC Position acht der Weltrangliste. Mit einem Sieg gegen den früheren Amateur-Weltmeister Michael Simms winkt ihm am 13. März ein weiterer Sprung nach vorne.

"Simms ist ein guter Boxer", sagt der 24-jährige Frenkel über den Amateur-Weltmeister aus dem Jahre 1999, der mit einer Bilanz von 21 Siegen und zwei Unentschieden aus 35 Profifights in die Berliner Max-Schmeling-Halle kommt. "Er hat als Profi schon häufiger in Deutschland geboxt. Dabei stand er auch Marco Huck und Yoan Pablo Hernandez im Ring gegenüber und zog sich achtbar aus der Affäre. Michael Simms ist ein sehr pfiffiger und trickreicher Kämpfer. Doch ich werde ihn ausboxen und schlagen."

Der bisherige Höhepunkt in Frenkels Laufbahn war der Gewinn der IBF-Junioren-Weltmeisterschaft im Mai 2008 gegen Cory Phelps. Beim damaligen Titelgewinn in Bayreuth benötigte er gerade mal eine Minute und 55 Sekunden, um den Amerikaner in die Schranken zu weisen. Zunächst schickte er den Gegner mit einer rechten Geraden zu Boden. Dann schlug eine Linke an der Kinnspitze von Phelps ein und sorgte für den zweiten Niederschlag. Damit stand der K.o.-Sieg des in Würzburg aufgewachsenen Cruisergewichtlers in Runde eins fest.

Doch danach wurde es etwas stiller um den im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf lebenden Fighter. Denn eine Verletzung an der Schlaghand bereitete ihm Sorgen. "Insgesamt fünfmal musste ich operiert werden. Und die meisten Ärzte sagten mir, dass meine Laufbahn als Boxer zu Ende sei", erinnert er sich. "Doch ans Aufgeben oder Aufhören habe ich nie gedacht."

Im April 2009 kehrte Frenkel dann in Düsseldorf mit einem technischen K.o.-Erfolg in der fünften Runde gegen Ruben Groenewald in den Ring zurück. Vier weitere vorzeitige Siege folgten. "Inzwischen bin ich wieder topfit. Und mit der rechten Schlaghand läuft es auch wieder richtig gut", sagt Frenkel. Auf den Kampf in der Berliner Max-Schmeling-Halle freut sich der Schützling von Trainer Ulli Wegner ganz besonders: "Ich habe da schon Rodolfo De Dominicis und Shane Swartz vorzeitig geschlagen und damit vielen Leuten eine große Freude bereitet."

Eintrittskarten für die Boxgala am 13. März in der Berliner Max-Schmeling-Halle gibt es unter der Tickethotline 01805 / 10 14 14 (€ 0,14 / min) und bei www.ticketcorner.com.