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Sekt oder Selters für Kempf!

Martin Kempf in Aktion (Fotos: SE, Winfried Mausolf und Photo Wende)
Cruisergewichtler bestreitet in Ludwigsburg den wichtigsten Kampf seiner Laufbahn
Für Martin Kempf geht es bei seinem Kampf am 5. Dezember um alles oder nichts. Zwölf Siege aus zwölf Profikämpfen wies seine Bilanz bis zum 27. Juni aus, doch dann folgten herbe Rückschläge. Gegen den Argentinier Juan Manuel Garay unterlag der Deutsche in der Berliner Max-Schmeling-Halle durch technischen K.o. in der vierten Runde. Am 17. Oktober reichte es in der o2 World gegen Parfait Amougui Amougou in der Hauptstadt nur zu einem Unentschieden.
Ausgerechnet gegen den früheren Amateur-Weltmeister Michael Simms (20-12-2, 13 K.o.´s) will der Schützling von Trainer Karsten Röwer jetzt wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. "Für mich ist das der wichtigste Kampf meiner Laufbahn. Mir ist klar, dass ich gewinnen muss. Doch an eine Niederlage verschwende ich keinen Gedanken. Ich weiß, dass Simms ein ganz schönes Pfund in seinen Fäusten hat und ich aufpassen muss. Doch ich habe mich auf seine Stärken gut eingestellt", sagt Kempf.
"Simms ist ein Boxer, der ein gutes Auge hat und Lücken beim Gegner erkennt. Man muss ihn beschäftigen und darf ihn nicht in den Kampf kommen, ihn keinen Druck ausüben lassen. Auf der anderen Seite hat er aber auch keine herausragenden Fähigkeiten. Die Dinge, die er kann, macht er gut. Aber es gibt keine ausgeprägten Besonderheiten bei ihm. Deshalb blieb ihm der ganz große Durchbruch bei den Profis vielleicht auch bis jetzt verwehrt", so der 21-Jährige.
Da Michael Simms auch schon gegen Marco Huck und Yoan Pablo Hernandez im Ring stand, konnte er sich ein genaues Bild darüber machen, was in der Arena Ludwigsburg auf ihn zukommt. "Das ist sicherlich ein Vorteil", so der Deutsche. "Gerade beim letzten Gegner war das nicht so. Diesmal konnte ich mich wirklich sehr genau auf den Konkurrenten einstellen. Ich hatte eine gute Sparringsphase und bin in der Lage, ein hohes Tempo zu gehen. Deshalb bin ich zuversichtlich."
Den Fight gegen den 35-jährigen Amerikaner sieht Kempf somit auch eher als Chance. "Wenn ich ihn schlage - und davon gehe ich aus - bringt mich das weit nach vorne. Denn immerhin stand Michael Simms schon mit so einigen Hochkarätern im Ring. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich nicht so sehr unter Druck setze. Ich weiß, dass ich gegen ihn gewinnen muss, wenn ich nach oben will. Und mit einem negativen Kampfausgang will ich mich gar nicht erst beschäftigen."
Eintrittskarten für die Boxgala in Ludwigsburg sind über die Tickethotline 01805 / 10 14 14 (€ 0,14 / min) und im Internet bei www.ticketcorner.com erhältlich.









