Deutsch English
22.05.2013
Top-Thema

Kessler in Form

Weltmeister strotzt voller Zuversicht bei öffentlichem Training in London

Huck vs. Afolabi III...

Schon beim zweiten Fight im letzten Jahr überschlugen sich die Experten vor Lob

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Mittwoch, 2012-05-02

Sdunek: "Samstag steht´s 2:1"

Ola Afolabi, Marco Huck

Afolabi fordert am Samstag Huck heraus (Fotos: Karina Hessland)

Huck und Afolabi fokussiert – Sdunek und Wegner kämpferisch

Normalerweise stehen Pressekonferenzen vor großen Auseinandersetzungen im Zeichen der Hauptkämpfer. Nicht so am Mittwoch in Erfurt - denn vor der Box-Nacht am 5. Mai interessiert die Zuschauer natürlich auch, welcher Trainer die bessere Strategie für den Kampf um die Cruisergewichts-WM zwischen Marco Huck und Ola Afolabi parat hat.

Deshalb heizten die beiden Trainer-Legenden Ulli Wegner und Fritz Sdunek den Kampf mächtig an. Erst einmal kam aber der WBO-Weltmeister und Titelverteidiger zu Wort. Marco Huck: "Ola Afolabi ist ein verdammt harter Brocken. Aber ich bin mental unglaublich stark. Deshalb bekommt er meinen Titel nicht!" Der 27-Jährige steigt gerne zum zweiten Mal in Erfurt in den Ring. Schließlich brachte ihm die Messehalle schon einmal, im August 2010, beim K.o.-Sieg in Runde fünf gegen den Amerikaner Matt Godfrey, Glück. "Das Publikum hier hat eine große Affinität zum Boxsport. Deshalb ist es gut, dass die Zuschauer so ein knallhartes Gefecht zu sehen bekommen."

Der Brite Ola Afolabi sieht sich jedoch als kommenden WBO-Cruisergewichts-Weltmeister. "Durch das professionelle Umfeld mit Fritz Sdunek und K2 Promotions ist meine Erfahrung jetzt so groß, dass ich den Ring gar nicht als Verlierer verlassen kann. Ich werde Marco eine Box-Lektion erteilen und falls er etwas Verrücktes anstellt, schlage ich ihn k.o.!"

Afolabi-Coach Fritz Sdunek freut sich auf das dritte Trainer-Duell mit Ulli Wegner. Mit Vitali Klitschko hatte er im Jahr 2000 den damaligen Wegner-Kämpfer Timo Hoffmann besiegt. Doch Wegner glich im August 2007 aus, als Arthur Abraham den zu der Zeit von Sdunek trainierten Mittelgewichtler Khoren Gevor durch K.o. in der elften Runde bezwang. "Ich freue mich, Ulli in der gegenüberliegenden Ringecke zu sehen", so Sdunek. Der Optimismus seines Kämpfers Afolabi wunderte ihn nicht. "Ola kommt aus Hollywood, da redet man gerne so überzeugt von sich. Zumal Marco eine recht kurze Pause nach seinem letzten Kampf gegen Alexander Povetkin im Schwergewicht hatte. Das hat eventuell etwas zu viel Substanz gekostet, um es mit meinem Boxer aufzunehmen. Am Samstag gehen wir als Sieger hervor, dann steht es gegen Ulli 2:1 für mich."

Diese Stichelei wollte Ulli Wegner, der am 26. April 70 Jahre alt geworden war, nicht auf sich sitzen lassen: "Im Cruisergewicht stehen einfach höhere Herausforderungen an als im Schwergewicht", so der neunfache Trainer des Jahres. "Und da trifft es sich passend, dass Marcos Herausforderer von meinem alten Freund Fritz trainiert wird." Der Meistermacher fügte hinzu: "Beide sind seit ihrem letzten Kampf im Jahr 2009 gereift. Ich habe Marco zuletzt gelobt, dass er seine taktische Linie immer besser durchbringt. Gelingt ihm das am Samstag wieder, werden wir den Ring als Sieger verlassen."

Erfolgreich sein will auch Super-Mittelgewichtler Robert Stieglitz in Erfurt. Der WBO-Titelträger trifft in der Messehalle auf den Australier Nader Hamdan. Der Sieger dieses Duells muss danach gegen Arthur Abraham zur Pflichtverteidigung ran.

"Ein Kampf gegen Abraham interessiert mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht", so WBO-Champion Stieglitz. "Ich denke von Kampf zu Kampf. Wenn ich am Samstagabend gewonnen habe, können wir uns gerne über Arthur Abraham unterhalten."

Sein Gegner Nader Hamdan will seine Chance nutzen. "Ich habe mich sofort für diese Herausforderung entschieden, da ich nichts zu verlieren habe."

Der dritte Hauptkampf, die Europameisterschaft im Schwergewicht, verspricht ebenfalls große Spannung. Zumindest, wenn es nach dem von Otto Ramin trainierten Kubrat Pulev geht. "Ich will nicht viel zum Kampf sagen - nur, dass ich gewinnen werde", so der 30-Jährige.

Der ehemalige Europameister im Schwergewicht, Alexander Dimitrenko, äußerte sich ebenfalls zuversichtlich. "Ich bin jetzt schon sehr lange im Geschäft, aber noch nicht mal 30 Jahre alt. Ich habe schon alle Höhen und Tiefen miterlebt. Dementsprechend spricht die Erfahrung für mich. Das wird man am Samstag sehen."

Restkarten für die Box-Nacht in Erfurt sind noch bei den Vorverkaufsstellen der ZGT (Zeitungsgruppe Thüringen) erhältlich.