Kessler legt Green schlafen
Däne landet Hammer-K.o. gegen ehemaligen Super-Six Teilnehmer
Wiegen Kopenhagen
Sowohl Kessler als auch Green im geforderten Gewichtslimit
Schulz bleibt ungeschlagen

Die Kampfbilanz von Lukas Schulz bleibt makellos (Fotos: SE)
Klarer Punktsieg gegen Garay – auch Krull, Weber, Bruun und Ulrich erfolgreich
Der Deutsche Lukas Schulz bleibt weiter auf Erfolgskurs! Der Hamburger Cruisergewichtler fuhr am Samstagabend vor 700 Zuschauern bei seinem Heimspiel in der Sporthalle Wandsbek einen einstimmigen Punktsieg gegen den 38-jährigen Argentinier Juan Manuel Garay ein. Damit erboxte der Schützling von Trainer Karsten Röwer den achten Sieg im achten Kampf als Berufsboxer.
Der Lokalmatador erarbeitete sich von der ersten Sekunde an mit seinen Führhänden und Angriffsaktionen Vorteile. Sein Kontrahent hatte an diesem Abend offensichtlich aber noch einen zweiten Gegner - das glatte Schuhwerk. Dieses sorgte dafür, dass er mehrfach im Ring ausrutschte und sich für ihn in dem auf acht Runden angesetzten Fight gefährliche Situationen ergaben.
Zudem fiel auf, dass der Südamerikaner versuchte, durch seine Mätzchen die Konzentration des Gegners zu stören. Dies gelang nur selten. Dennoch agierte Schulz in der Deckung zu offen. Im vierten Durchgang traf der 29-Jährige gut mit der Rechten. Insgesamt setzte er seine Schlaghand allerdings zu selten wirkungsvoll ein. Dafür glänzte seine präzise Linke, so dass am Ende ein klarer Punktsieg heraussprang.
Ebenfalls erfolgreich: Jens Krull. Der 2,09 Meter große Box-Riese aus Mecklenburg-Vorpommern dominierte gegen den Ungarn Gabor Farkas (33) deutlich. Zwar nutzte der 21-Jährige seine Reichweitenvorteile mit der Führhand nicht konsequent genug, dafür zeichnete er sich durch eine verbesserte Schlagkraft aus. Zum K.o.-Sieg reichte es dennoch nicht, Krull lag am Ende mit 60:54, 59:55 und 59:55 nach Punkten vorne.
Eine großartige Moral bewies Super-Mittelgewichtler Henry Weber. Der 22-jährige Stralsunder, der von Otto Ramin trainiert wird, sah lange gegen den mit hoher Schlagfrequenz agierenden Italiener Roberto Cocco nicht wie der Sieger aus. Mit drei starken letzten Runden, in denen er viele rechte Hände ins Ziel brachte, bewies er Willensqualitäten und erkämpfte doch noch einen 77:75-, 77:75- und 78:75-Punkterfolg.
Auch in Hamburg dabei: der Däne Kasper Bruun. Der 23-Jährige erwischte gegen den Russen Alexander Saltykov einen fast perfekten Auftakt. Er dominierte mit der Führhand, traf hart mit der rechten Geraden zum Kopf und stellte seinen Gegner an den Ringseilen, um ihn dort mit harten Händen zu attackieren. Auch in der Folge blieb er überlegen und gewann schließlich mit 60:54, 59:55 und 59:55.
Besonders gespannt waren die Zuschauer am Ende auf das Comeback von Thomas Ulrich. Der frühere Halbschwergewichts-Europameister knockte nach zuvor 19-monatiger Wettkampfpause nach einer Minute und 45 Sekunden der dritten Runde den Ungarn Gyula Gaspar aus. Dabei wirkte er von Beginn an äußerst zielstrebig und zündete in wahres Schlagfeuerwerk gegen seinen 39-jährigen Gegner aus Budapest.
Schon im ersten Durchgang schickte der Deutsche den Kontrahenten mit einem linken Haken zum Körper in den Ringstaub. In der dritten Runde des Super-Mittelgewichts-Kampfes zählte Ringrichter Manfred Küchler den Ungarn dann nach einem rechten Kopfhaken des 35-jährigen Berliners endgültig aus. Ob Ulrichs Sieg am Ende ein Schritt in eine positive Zukunft war, muss er fortan gegen stärkere Gegner zeigen.
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